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  • 01.12.2007 | Kieferorthopädie

    Kieferorthopädisch verursachter Gewebeumbau und parodontale Heilung

    Kieferorthopädische Zahnbewegungen sind von einem Gewebe-umbauprozess begleitet, der sich durch Knochenapposition auf der Zugseite und Knochenresorption auf der Druckseite manifestiert. Ist kein Attachment vorhanden, dann ist auch keine solche Gewebeumgestaltung möglich. Kieferorthopädische Zahnbewegungen in Richtung eines infraossären Defekts führen zu keinem Attach-mentzuwachs; sie verstärken den Knochenabbau im Bereich der Nachbarzähne.  

     

    Es ist daher empfehlenswert, vor Beginn einer kieferorthopädischen Zahnbewegung eine chirurgische Behandlung mit dem Ziel einer parodontalen Regeneration durchzuführen. Nach den Prinzipien des gesteuerten Gewebeumbaus kommt es durch das Einbringen einer Barriere auf der Druckseite des Zahns zur Ausbildung frisch regenerierten Gewebes. Dieses Gewebe besitzt die nötigen Voraussetzungen dafür, dass neues bindegewebiges Attachment und am Ende der kieferorthopädischen Zahnbewegung auch Knochen neu gebildet wird.  

     

    Heutzutage erhält man bei der Behandlung infraossärer Defekte mit Schmelzmatrixproteinen die gleichen Ergebnisse wie sie bei Verwendung von Membranen beobachtet werden. Daher ist es möglich, Emdogain® entsprechend den Prinzipien des gesteuerten Gewebeumbaus bereits vor der eigentlichen kieferorthopädischen Behandlung einzusetzen.