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24.10.2008 | Implantologie

Roxolid®-Implantate mit reduziertem Durchmesser für neue Optionen

Beim 17. wissenschaftlichen Jahreskongress der European Associa­tion for Osseointegration (EAO) in Warschau, Polen, wurde der Werkstoff Roxolid® vorgestellt, eine Legierung aus Titan und Zirkonium. Roxolid ist stabiler als reines Titan. Dies könnte Implantate kleiner und stabiler machen – günstig für die Versorgung von engen Lücken. Ein weiterer Vorteil wäre der Einsatz bei schmalen Knochenkämmen, wo die Verwendung von Implantaten mit größerem Durchmesser eine zusätzliche Knochenaugmentation erfordern würde.  

 

Implantate mit kleinerem Durchmesser (Ø < 3,5 mm) sind bekannt für eine höhere Komplikationsrate aufgrund suboptimaler Osseo-integration oder erhöhtem Frakturrisiko unter klinischer Belastung. Als mögliche Lösung für diese Probleme wurde von der Fa. Straumann ein neues Material mit dem Namen Roxolid entwickelt und für Implantate mit reduziertem Durchmesser verwendet. In mechanischen Tests konnte nachgewiesen werden, dass Roxolid eine höhere mechanische Festigkeit als reines Titan besitzt.  

 

Tierstudien haben bei Kombination mit der SLActive-Oberfläche eine hervorragende Osseointegration gezeigt. Derzeit läuft eine vergleichende Pilotstudie am Menschen. 22 teilbezahnte Patienten wurden mit Straumann Standard Plus 3,3 mm SLActive-Implantaten aus Roxolid behandelt.  

 

Zu den Studienkriterien gehörte das Standard-ITI-Protokoll für die Anwendung von Implantaten mit reduziertem Durchmesser, nach dem alle Implantate mit einem anderen Implantat mit einem Durchmesser von entweder 4,1 mm oder 4,8 mm verbunden und keines der Implantate weiter distal als an der Position des zweiten Prämolaren gesetzt wurde. Vorläufige Daten (6 bis 12 Monate) aus der noch laufenden Studie zeigen eine vielversprechende Erfolgs- und Überlebensrate. Diese Studie wird noch einige Jahre fortgesetzt. 

 

Eine weitere Fallreihe läuft mit den neuen Standard Plus 3,3 mm SLActive Roxolid-Implantaten. Innerhalb dieser Reihe wurden zahnlose Patienten mit zwei Implantaten und einer herausnehmbaren Deckprothese auf Locator®-Sekundärteilen behandelt. Die Kombination aus Implantat mit kleinem Durchmesser und herausnehmbarer Deckprothese ist eine wertvolle Behandlungsoption bei unbezahnten Patienten mit reduzierter Kieferkammbreite. 

 

S Barter: Vortrag auf dem 17. Jahreskongress der European Association for Osseointegration (EAO), Warschau, 18. bis 20. September 2008 

Quelle: Ausgabe 11 / 2008 | Seite 14 | ID 122348