logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

01.09.2006 | Implantologie

Die Erwartungen der Patienten anImplantate sind hoch

Die Erwartungen der Patienten an eine implantatgetragene Versorgung sind hoch, was Ästhetik, Funktionalität und Dauerhaftigkeit betrifft. Der zunehmende Einfluss der Medien wird diese Erwartungshaltung noch steigern. Im Gegensatz hierzu stehen die von Patientenseite deutlich unterschätzten Kosten einer Versorgung.  

 

Von 315 Patienten – die vor einem implantologischen Beratungsgespräch befragt wurden – schätzten 58 Prozent den Pflegeaufwand für Implantate ähnlich hoch ein wie für natürliche Zähne. 79,4 Prozent hielten die Funktion der implantologischen Versorgung für am wichtigsten und 54,4 Prozent bewerteten die Ästhetik am höchsten.  

 

Als erste Informationsquelle zum Thema Implantate gab die überwiegende Mehrzahl der Patienten ihren Hauszahnarzt an (40,6 Prozent). Freunde, Bekannte oder Medien hatten nur einen vergleichsweise geringen Stellenwert. Die Erwartungen von Patienten an eine implantatgetragene Versorgung sind im Gegensatz zur Zuzahlungsbereitschaft hoch. Insbesondere in diesem Punkt liegen noch Informationsdefizite vor, die in der Praxis individuell gelöst werden müssen. Die Bereitschaft der Patienten zur generellen Eigenbeteiligung bei der Finanzierung einer Implantatversorgung ergab ein verteiltes Bild: Am häufigsten konnten sich Patienten eine Zuzahlung bis zu 2.000 Euro vorstellen (22,5 Prozent), 15,2 Prozent hingegen nur bis maximal 1.000 Euro und 12,1 Prozent sogar nur bis 500 Euro. 10,8 Prozent der Patienten waren nicht bereit, einen Eigenanteil zu tragen, während 14 Prozent mit einer Zuzahlung bis 5.000 Euro und 7,0 Prozent bis 10.000 Euro einverstanden waren. 9,8 Prozent der Patienten gaben sogar an, die Höhe des Eigenanteils würde unerheblich sein. 

 

J Rustemeyer, T Herffs, A Bremerich: Informationsstand und Erwartungen von Patienten vor implantologischen Beratungsgesprächen; Deutsche Zahnärztliche Zeitschrift (2006) 61: 369-372 

 

Volltext: www.zahnheilkunde.de/beitragpdf/pdf_4090.pdf 

Quelle: Ausgabe 09 / 2006 | Seite 12 | ID 111306