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·Fachbeitrag ·Hygiene

Prothesenkunststoff: „Single-shot“-Desinfektion beeinflusst die Materialeigenschaften nicht

| Die Übertragung von Infektionskrankheiten birgt für die Patienten und das Praxisteam enorme Risiken. Daher müssen auch prothetische Werkstücke desinfiziert werden. Um Infektionen zu vermeiden und um Arbeitsabläufe zu vereinheitlichen empfiehlt Dr. Tobias Bensel M.Sc., niedergelassener Zahnarzt in Leipzig, eine einmalige („Single-shot“)-Desinfektion. |

 

Bisher sind keine speziellen Produkte zur Prothesendesinfektion im Single-shot-Verfahren verfügbar. Es werden stattdessen Universal-Desinfektionsmittel verwendet. Das Ziel seiner Studie war die Untersuchung eines möglichen Einflusses von Desinfektionsmitteln im Single-shot-Verfahren auf wichtige werkstoffmechanische Parameter verschiedener Prothesenkunststoffe. Es wurden Prüfkörper aus unterschiedlichen Prothesenkunststoffen (PalaXpress®, Paladon 65®, Futura Gen®, FuturAcryl 2000®) hergestellt. Diese wurden mit drei handelsüblichen chemischen Desinfektionsmitteln (Impresept®, D050 Instru-Gen®, Stammopur DR®) behandelt.

 

Nach der Lagerung in destilliertem Wasser und anschließender Single-shot-Desinfektion konnte bei den Parametern Biegefestigkeit und E-Modul kein signifikanter Unterschied im Vergleich zum jeweiligen Standardversuchskörper festgestellt werden. Ebenso wurde kein signifikanter Einfluss der Desinfektionsmittel auf den E-Modul gezeigt. Keine signifikanten Unterschiede wurden auch bei der Bestimmung der Biegefestigkeit zwischen den Proben nach Lagerung in destilliertem Wasser und den Proben nach Desinfektion festgestellt.

 

Quelle

  • Bensel T. Werkstoffmechanische Beeinflussung von Prothesenkunststoffen durch single-shot-Desinfektion. Dt. Zahnärztetag 2015; Frankfurt/Main. 6.-7. November 2015.
Quelle: Ausgabe 11 / 2015 | Seite 6 | ID 43661583