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·Fachbeitrag ·Gentest

Bestimmung genetischer Marker: Ist sie bei Parodontitispatienten sinnvoll?

| Untersuchungen an Zwillingen lassen vermuten, dass rund 50 Prozent der Varianz des klinischen Phänotyps der Parodontitis einen genetischen Ursprung haben. Doch welchen Wert hat die Bestimmung genetischer Marker bei Parodontitispatienten aus klinischer Sicht? |

 

Bei der Immunantwort auf den parodontopathogenen Biofilm spielen Schlüsselproteine wie Interleukine (IL) und Cyclooxygenasen (COX) eine wichtige Rolle. Bereits 1997 wurden von Kornman et al. erste Assoziationen zwischen der chronischen Parodontitis und Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP) auf dem IL-1-Gen festgestellt. Ein Einzelnukleotid-Polymorphismus („Single Nucleotide Polymorphism“ = SNP) ist eine Variation eines einzelnen Basenpaares in einem DNA-Strang. SNPs sind geerbte und vererbbare genetische Varianten.

 

Ziel der vorliegenden Studie war es, bei 209 Patienten die SNPs auf dem IL-1-, IL-4- und COX-2-Gen zu analysieren und die Aussagekraft dieser Marker für die Progression der Parodontitis nach einer nicht-chirurgischen Parodontitis-Therapie zu evaluieren. Die DNA wurde dazu mittels quantitativer Real-time-PCR genetisch analysiert.

 

Die untersuchten genetischen Marker haben nach Ansicht des Verfassers keinen klinischen Einfluss auf die Progression der Parodontitis nach einer Lokaltherapie – und deshalb auch keine Aussagekraft: Genetische Varianten sind nur ein Faktor in der komplexen multifaktoriellen Pathogenese der Parodontitis.

 

Quelle

  • Walther K-A. Ist die Bestimmung genetischer Marker bei Parodontitispatienten aus klinischer Sicht sinnvoll? Dt. Zahnärztetag, Frankfurt/Main, 6.-7. November 2015.
Quelle: Ausgabe 11 / 2015 | Seite 5 | ID 43661604