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·Fachbeitrag ·Dysfunktion

CMD: Physiotherapie ist wirksam

| Bei Patienten mit kraniomandibulären Dysfunktionen (CMD) können durch Physiotherapie oder manuelle Therapie innerhalb der in den deutschen Heilmittelrichtlinien festgelegten zeitlichen Vorgaben von 15 bis 20 Minuten je Heilmittel gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Besonders bei CMD-Schmerzpatienten ist Physiotherapie/manuelle Therapie wirksam, wirtschaftlich und sinnvoll. |

 

Die 807 Patienten mit dem Durchschnittsalter von 43 Jahren zeigten vom ersten Termin – im Vergleich zum allerletzten Behandlungstermin einer Behandlungsserie – zu 65,8 Prozent eine Verbesserung in der Schmerzangabe. Die Schmerzangabe erfolgte auf Fragebögen zur Schmerzlokalisation und -intensität (SL-NRS – nummerische Ratingskala).

 

Um zu erfahren, ob CMD-Schmerzpatienten mit Schmerzangabe >5 (die SL-NRS-Skala geht bis 10) eine vergleichbare Veränderung durch Physiotherapie erfahren, wurden 319 der 807 Patienten isoliert betrachtet. Diese gaben im Vergleich vor und nach einer Therapieeinheit zu 85,6 Prozent eine Besserung an. Eine Therapieeinheit reduzierte die allgemeinen Schmerzwerte (Gesamtkörperschmerz) um zwei von zehn Einheiten.

 

Für den Kopf-/Kieferbereich bestand beidseits eine Reduktion von drei Einheiten im Schmerzfragebogen. Dasselbe Ergebnis zeigte sich bei der Halswirbelsäule beidseits. Dies zeigt auch, dass Halswirbelsäule und kraniomandibuläre Dysfunktion nicht isoliert betrachtet werden sollten.

 

Quelle

  • Stelzenmüller W et al. Evidence for physical therapy in temporomandibular disorders – a prospective clinical study. J CranioMand Func 2015; 7 (3):211-230.
Quelle: Ausgabe 11 / 2015 | Seite 9 | ID 43661597