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23.06.2009 |Allgemeine Zahnheilkunde

Zahntrauma: Schienen einfach gemacht

Viele Dislokationsverletzungen sowie Wurzelfrakturen bedürfen einer post­traumatischen Schienung. Diese sollte die Heilung des Parodonts unter­stützen und nicht etwa behindern. Dafür müssen moderne Zahntrauma-Schienen physiologische Bewegungen der verletzten Zähne zulassen und für den Patienten putzbar sein. 

 

Jede Schiene verzögert zudem die parodontale Heilung. Daher sind auch die Schienungszeiten so kurz wie möglich zu wählen. Sie betragen heute in Abhängigkeit von der Art der Verletzung und dem individuellen Periotest-Wert 10 Tage bis 4 Wochen. 

 

Die Rigidität einer Schienung hängt nicht nur vom Material und dem Design der Schiene, sondern auch von der Grösse der Klebefläche ab. Grundsätzlich sollten bis auf wenige Ausnahmen - zum Beispiel Frakturen des Alveolarfortsatzes - die Klebeflächen so klein wie möglich gewählt werden, damit das heilende Parodont Funktionsreize erhalten kann.  

 

Zusätzlich muss bei der Entfernung des Befestigungskomposits sehr darauf geachtet werden, den Zahnschmelz so wenig wie möglich zu verletzen. Dies ist nur bei der Verwendung von Befestigungskompositen mit Farbumschlag vorhersagbar möglich. Zahnfarbene oder transparente Komposite bergen eine erhöhte Gefahr irreversibler Zahnhartsubstanzverletzungen. 

 

  • A Filippi: Zahnschienung leicht gemacht; 7. Österreichische Fachtagung für Zahntrauma, Velden, 5.-7. Juni 2009
Quelle: Ausgabe 07 / 2009 | Seite 6 | ID 127875