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01.09.2006 | Allgemeine Zahnheilkunde

Wissenschaft in der Dentalwerbung: Kritische Distanz bewahren!

Lauer und Türp untersuchten die Werbung für Dentalprodukte in den Zeitschriften „Schweizer Monatsschrift für Zahnmedizin“ (SMfZ), „Zahnärztliche Mitteilungen“ (ZM) und dem „Journal of the American Dental Association“ (JADA). 

 

Bei den Anzeigen überwiegen zunehmend Abbildungen der Produkte. Die Zahl der in Anzeigen zitierten Referenzen von Studienergebnissen (SMfZ 3,3 Prozent; ZM 2,5 Prozent; JADA 5,5 Prozent) sowie von Diagrammen und Tabellen (SMfZ: 3,2 Prozent; ZM: 1,0 Prozent; JADA: 4,5 Prozent) ist gering. 

 

Viele der zitierten wissenschaftlichen Referenzen waren nicht zu ermitteln (SMfZ: 16 Prozent, ZM: 18 Prozent). In mehr als 80 Prozent der ermittelbaren Fälle unterstützt das in der Anzeige zitierte Studienergebnis die Werbeaussage. Dennoch sei die Bewahrung einer kritischen Urteilsfähigkeit gegenüber dentaler Werbung ratsam, so die Autoren: Denn in nicht wenigen Fällen (SMfZ: 16,1 Prozent; ZM: 36,8 Prozent) wird die in der Werbung zitierte Studie – wenn auch ohne Aussageverfälschung – in der Anzeige überbewertet, falsch genutzt oder falsch übertragen.  

 

C D Lauer, J C Türp: Ohne Risiko und Nebenwirkung? Produktwerbung in zahnmedizinischen Zeitschriften; Schweiz Monatsschr Zahnmed (2006) 116: 718-724  

 

Quelle: Ausgabe 09 / 2006 | Seite 8 | ID 111318