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  • 01.01.2005 | Allgemeine Zahnheilkunde

    Tofu gegen Parodontitis

    Sojaprodukte könnten eine tragende Rolle in der Zahnmedizin spielen. Davon sind britische und italienische Forscher überzeugt. Ein von ihnen entwickeltes Polymer auf Tofubasis fügt sich in Knochenbrüche und -defekte ein und fördert deren Heilung. Materialien zur Förderung des Knochenwachstums aus tierischem Gewebe brächten das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern mit sich, erläutert Santin. Ganz im Gegensatz zum pflanzlichen Tofu, das aus entfetteter Sojamilch hergestellt wird und fast ausschließlich aus Eiweiß besteht.  

     

    Laut Santin von der University of Brighton und seinen Kollegen von der Universität Neapel fördern diese Proteine das Wachstum von neuem Knochengewebe, provozieren gleichzeitig jedoch keine Immunantwort und werden vom Körper im Laufe der Zeit vollständig abgebaut. Zudem könne das von ihnen entwickelte Tofu-Polymer in den unterschiedlichsten Formen hergestellt werden: als Membranen, solide „Knochenschablonen“ oder Pasten.  

     

    Eine mögliche Anwendung sehen die Materialwissenschaftler bei schwerer Parodontitis und in der Implantologie: Das Polymer könnte helfen, den Kieferknochen zu stärken.