logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

01.07.2005 | Allgemeine Zahnheilkunde

Probiotische Bakterien statt Antibiotika?

Werden probiotische Bakterien-Präparate die Antibiotika in der Zahnheilkunde ergänzen? Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die probiotischen Vorgänge im Mund dieselben sind wie in anderen Teilen des gastro-intestinalen Traktes. Wegen des zunehmenden globalen Problems der Antibiotikaresistenzen sei das Konzept der probiotischen Therapie interessant und verdiene weitere Forschung im Feld der oralen Medizin und der Zahnheilkunde, so Meurmann. 

 

Experimentelle Studien und Ergebnisse von randomisierten Versuchsreihen haben gezeigt, dass verschiedene Darmbakterien, besonders Lactobacillus und Bifidobacterium, nützliche Effekte in der Mundhöhle hervorrufen, indem sie kariogene Streptokokken und Candida sp. zurückdrängen.  

 

Probiotika werden erfolgreich eingesetzt, um gastro-intestinale Krankheiten zu kontrollieren. Sie scheinen auch Symptome von Allergien und Beschwerden mit immunologischer Pathologie zu erleichtern. Milchsäurebakterien können verschiedene antimikrobielle Stoffe bilden – wie zum Beispiel organische Säuren, Hydrogenperoxid, Karbonperoxid, Diacetyl, antimikrobielle Substanzen und Adhäsionsinhibitoren, die die orale Mikroflora beeinflussen. 

 

Noch gibt es wenig Daten über die probiotischen Vorgänge in der Mundhöhle. Es sind mehr Informationen über die Kolonisation von Probiotika im Mund und über deren mögliche Effekte an und in oralen Biofilmen erforderlich, folgert Meurmann.  

 

J H Meurman: Probiotics: do they have a role in oral medicine and dentistry? European Journal Of Oral Sciences 2005; 113 (3): 188 [Juni 2005] 

 

Quelle: Ausgabe 07 / 2005 | Seite 5 | ID 110576