logo logo
Meine Produkte: Bitte melden Sie sich an, um Ihre Produkte zu sehen. Anmelden
Menu Menu
MyIww MyIww
Jetzt testen

01.07.2011 |Allgemeine Zahnheilkunde

Chronische Parodontitis kann zu einer reversiblen Anämie führen

Verschiedene frühere Studien zeigten eine Verknüpfung zwischen Zahnfleischentzündung und Anämie. Eine indische Studie bekräftigt nun, dass eine chronische Parodontitis bei der Entwicklung der Anämie mitwirkt. Laut der im Journal of Periodontology publizierten Arbeit hatte mehr als jede dritte Person mit schwerer Zahnfleischentzündung ein Hämoglobinlevel, das niedriger als normal war. Die Studie deutet an, dass Frauen mit schwerer Parodontitis ein höheres Risiko der Anämie haben als Männer: Die Prävalenz liegt bei Frauen um 40 Prozent, beim Männern unter 30 Prozent. Sechs Monate nach einer PAR-Behandlung zeigten alle Patienten verbesserte Werte bei der Zahl der roten Blutzellen, beim Hämoglobin und anderen Blutparametern. [1] 

 

Ähnliches hatten taiwanesische Wissenschaftler beschrieben: Sie zeigten den Fall einer 50-jährigen Patientin, bei der die Parodontitis-Therapie inklusive Extraktion hoffnungsloser Zähne sofort zu einer dramatischen Verbesserung und - nach vier Monaten - zur Rückkehr zu normalen Blutwerten geführt hat. [2] Türkische Wissenschaftler hatten 2009 die umgekehrte Kausalität ausgeschlossen, dass eine Anämie durch Eisenmangel ursächlich eine Parodontitis zur Folge hat. [3] 

 

  • [1] A R Pradeep et al.: Anemia of Chronic Disease and Chronic Periodontitis: Does Periodontal Therapy Have an Effect on Anemic Status? Journal of Periodontology (2011) 82: 388-394
  • [2] l Shin-Yu: Dramatic recovery from severe anemia by resolution of severe periodontitis. Journal of Dental Sciences (2010) 5 : 41-46
  • [3] S Enhos et al.: Relationship between iron-deficiency anemia and periodontal status in female patients. J Periodontol (2009) 80: 1750-1755

 

[1] http://dx.doi.org/10.1902/jop.2010.100336  

 

[2] http://dx.doi.org/10.1016/S1991-7902(10)60007-4  

 

[3] http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19905931  

Quelle: Ausgabe 07 / 2011 | Seite 10 | ID 146414