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  • 27.01.2009 | Allgemeine Zahnheilkunde

    Bidirektionale Beziehung zwischen Parodontitis und Diabetes?

    Repräsentative Studien zeigen, dass etwa 8 Prozent der deutschen Bevölkerung Diabetiker sind, von denen wiederum etwa 30 Prozent als solche nicht erkannt sind. Wissenschaftlich gesichert ist, dass Diabetes Typ 1 und 2 die Schwere und Ausprägung einer Parodontalerkrankung beeinflussen.  

     

    Die bidirektionale Beziehung zwischen Parodontitis und Diabetes wird seit einigen Jahren sehr heftig diskutiert. Wenige Ergebnisse liegen zur Frage vor, ob eine Parodontalerkrankung den Blutzuckerspiegel beeinflusst. Ob die Behandlung von Parodontitis auch zu einer verbesserten metabolischen Kontrolle führt, ist derzeit noch nicht abgesichert.  

     

    Praxistipp

    Patienten mit guter metabolischer Kontrolle können wie jeder systemisch gesunde Patient behandelt werden. Patienten mit schlechter Blutzuckereinstellung sollten in Absprache mit dem Internisten behandelt werden.  

     

    Werden Diabetiker zahnärztlich behandelt, dann sollte in der Anamnese abgeklärt werden, welcher Typ Diabetes vorliegt, ob die Blutzuckereinstellung in Ordnung ist und ob vaskuläre oder renale Sekundärschäden vorliegen.  

    T Kocher: Der Patient mit allgemeingesundheitlichen Beeinträchtigungen in Ihrer Praxis; GABA Symposium anlässlich der DGP Jahrestagung, Nürnberg, 26. September 2008  

    Quelle: Ausgabe 02 / 2009 | Seite 4 | ID 124047