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  • · Nachricht · Querschnittsstudie

    Erhöhtes Risiko für Hämorrhoidalleiden durch Smartphonenutzung

    Hinweise darauf, dass Beschwerden durch (vergrößerte) Hämorrhoiden auch durch das Verhalten und die Zeit beim Stuhlgang beeinflusst werden, liegen schon länger vor. Erstmals haben Forscher des Beth Israel Deaconess Medical Centers in Bosten in einer multivariaten Querschnittsstudie untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Smartphone-Nutzung während des Stuhlgangs und Hämorrhoiden besteht.

     

    Es wurden 125 Erwachsene, die sich einer Vorsorgekoloskopie unterzogen, zu ihren Gewohnheiten beim Toilettengang befragt. 66 Prozent der Studeinteilnehmer gaben an, auf der Toilette ein Smartphone zu nutzen. Im Rahmen der Vorsorgekoloskopie wurde bei 43 Prozent aller Teilnehmer (vergrößerte) Hämorrhoiden festgestellt. Dabei war die Smartphonenutzung auf der Toilette mit einem um 46 Prozent erhöhten Risiko für Hämorrhoiden verbunden (p=0,044). Konkret ließen sich bei 42 von 83 Smartphonenutzern (50,6 Prozent) Hämorrhoiden feststellen, verglichen mit 16 von 42 (38,1 Prozent) der Nicht-Smartphonenutzer. Zudem benötigten 37 Prozent der Smartphonenutzer länger als 5 Minuten pro Toilettengang, verglichen mit nur 7,1 Prozent der Nicht-Smartphonenutzer (p = 0,006). Die Studienautoren erklärten, dass die bislang häufig vertretene Hypothese einer Verbindung zwischen dem erhöhten Pressen beim Stuhlgang und dem Auftreten der Hämorrhoiden mit den neuen Ergebnissen nicht gestützt werde. Für künftigen Studien mit längerfristigem Design empfehlen sie u. a., Auswirkungen von Änderungen der Smartphonenutzung auf Hämorrhoiden bzw. Hämorrhoidalleiden zu untersuchen.

     

    Quelle

    Quelle: ID 50690290