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  • ·Article ·Präparation

    Keramik an Schmelz: Separate Schmelzätzung ist notwendig

    | Für eine optimale Schmelzhaftung und einen adäquaten Randschluss von Keramik an Schmelz erzielt die Feinpräparation mit separater Schmelzätzung mit 30- bis 40-prozentiger Phosphorsäure aus heutiger Sicht die besten Ergebnisse. Eine Präparation der Klebefläche mit grob- oder feinkörnigen Instrumenten allein genügt nicht für eine ausreichende Haftung von Keramik an Schmelz. |

     

    In dieser In-vitro-Studie an der Universität Graz konnten keine Alternativen zur Phosphorsäure-Konditionierung geboten werden. An gesunden, frisch extrahierten dritten Molaren wurden Präparationen jeweils zur Hälfte mit einem Arbeitsteil grober Körnung (intensiv FG 238/6, 106µm) und zur anderen Hälfte mit einem Arbeitsteil feiner Körnung (intensiv FG 4238, 40µm) durchgeführt. Die Haftwerte konnten in beiden Fällen nicht überzeugen, sie lagen bei durchschnittlich 128,9 N bei glatten und bei 102,7 N bei rauen Oberflächen. Die Scherhaftwerte lagen allgemein sehr niedrig, was nach Ansicht des Autors auf den Verzicht der separaten Schmelzätzung zurückzuführen ist.

     

    Die Annahme der besseren Schmelzhaftung durch eine Oberflächenvergrößerung nach der Präparation mit einem grobkörnigen Arbeitsteil konnte nicht bestätigt werden ‒ es konnten eindeutig bessere Haftwerte nach der Präparation mit dem fein gekörnten Arbeitsteil erzielt werden.