· Fachbeitrag · Patientenkommunikation
Viele Periimplantitis-Betroffene sind schlecht informiert
Wie Patienten Periimplantitis verstehen und sie die Behandlung wahrnehmen, untersuchte eine Gemeinschaftsstudie aus den USA und Spanien mittels Umfrage von 100 Probanden. Mit ernüchterndem Ergebnis: Etwa 60 Prozent der Betroffenen gab an, keinerlei Wissen über Diagnose, Prävalenz oder Risikofaktoren der Erkrankung zu haben.
Abgefragt wurden 30 Punkte, darunter der Wissensstand über die Erkrankung, Periimplantitis-Anzeichen und -Symptome und die Kenntnis von Risiken und Faktoren, die ein Wiederaufflammen begünstigen. Viele Betroffene verfügten selbst nach der Behandlung lediglich über ein begrenztes Wissen. Patienten, die regelmäßig Nachsorgetermine wahrnahmen, zeigten ein größeres Bewusstsein für die Erkrankung und verfügten über einen höheren Wissensstand, auch in Bezug auf mögliche Rezidive. Losgelöst von den tatsächlichen Behandlungsergebnissen (inkl. fortschreitendem Knochen- und Implantatverlust) waren die Patienten mit der Behandlung grundsätzlich zufrieden und akzeptierten die Möglichkeit des Rezidivs, aber dabei auch ihre eigene Rolle. Die Ergebnisse zeigen, dass Behandler nicht müde werden sollten, Patienten immer wieder über ihre Erkrankung, Behandlungen, mögliche Risiken und die Eigenverantwortung etc. aufzuklären.
Quelle
- Monje A et al. Understanding peri-implantitis occurrence and recurrence following treatment: A patient-centered study. J Periodontol. 2026: 1–19. doi.org/10.1002/jper.70133.