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·Fachbeitrag ·Parodontitis

Hinter dem Versagen einer Parodontitistherapie kann ein unentdeckter Diabetes stecken

| Hinter dem Versagen einer Parodontitistherapie könnte ein unentdeckter Diabetes stecken. Aber die Beziehung von Parodontitis und Diabetes ist wechselseitig: Eine chronische Entzündung wie Parodontitis kann auch die metabolische Kontrolle des Diabetes mellitus erschweren. |

 

Parodontitis ist die entzündliche Zerstörung des Zahnhalteapparates als Folge von Defekten der Infektabwehr und/oder überschießender Entzündung als Reaktion auf eine bakterielle Infektion. Im aktuell gültigen Pathogenesemodell für die Entstehung von Parodontitis werden Defekte der Infektabwehr oder Dysregulationen der Entzündungsreaktion als Risikofaktoren aufgefasst, die dazu führen können, dass eine bakteriell induzierte Gingivitis in eine Parodontitis übergeht.

 

Die neutrophilen Granulozyten sind die erste Verteidigungslinie zur Abwehr bakterieller Infektionen. Erkrankungen, die die Funktion der Granulozyten beeinträchtigen, schwächen diese Infektabwehr und begünstigen die Entstehung von Parodontitis.

 

PRAXISTIPP |  Die oftmals unerkanne „Volkskrankheit" Diabetes mellitus führt zu einer überschießenden Entzündungsreaktion und begünstigt so ebenfalls die Entstehung einer Parodontitis. Die Dunkelziffer der Diabetes-Erkrankungen in Deutschland ist hoch. So kann hinter dem Versagen einer Parodontitistherapie ein unentdeckter Diabetes stecken.

Quelle

  • P Eickholz: Allgemeinerkrankungen ‒ Risikofaktoren für parodontale Erkrankungen? Deutscher Zahnärztetag, Frankfurt/Main, 11.-12. November 2011
Quelle: Ausgabe 12 / 2011 | Seite 2 | ID 30504650