· Fachbeitrag · Komorbidität
Erwachsene mit ADHS haben häufiger orofaziale Störungen
Ein internationales Studienteam folgte in seinen Forschungen Hinweisen, dass Kiefergelenkserkrankungen, Bruxismus und neuropsychiatrische Erkrankungen wie die Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADHS) miteinander verknüpft sind und untersuchte gezielt die Prävalenz bei einer Gruppe Erwachsener.
Bisher wurden in diesem Zusammenhang v. a. Studien mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt, die Prävalenz bei Erwachsenen ist derzeit lediglich unzureichend erfasst. Die Untersuchung von 90 erwachsenen Probanden, von denen mindestens 60 deutliche ADHS-Symptome aufwiesen, wurden mithilfe von Fragebögen zu Kiefergelenksbeschwerden, Bruxismus, Angstzuständen, Somatisierung, subjektivem Stress, Schlafqualität, erhöhter Schmerzwahrnehmung und ihrer Kieferfunktion beurteilt. In der Auswertung zeigte sich eine höhere Prävalenz von Kiefergelenksschmerzen, Wachbruxismus und psychosozialen Einschränkungen im Zusammenhang mit deutlichen ADHS-Symptomen in der erwachsenen Studiengruppe.
Quelle
- Caron AAV et al. Cognitive and orofacial intersections: prevalence of temporomandibular disorders and bruxism in individuals with symptoms of attention deficit hyperactivity disorder. J Appl Oral Sci 2026;34:e20250771. doi.org/10.1590/1678-7765-2025-0771.