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  • ·Fachbeitrag ·Haftung

    Das sind Ihre Maklerpflichten bei eigenmächtigem Kundenvorgehen

    | Immer wieder kommt es vor, dass einer Ihrer Maklerkunden eigenmächtig handelt und Versicherungen, die Sie zuvor für ihn eingedeckt haben ‒ aus welchen Gründen auch immer ‒, in Eigenregie kündigt und bei einem anderen Versicherer ein günstigeres Standardprodukt mit Deckungslücken wählt. Doch wie verhalten Sie sich aus Haftungsgründen dem Kunden gegenüber richtig? Müssen Sie ihn kontaktieren, weil Sie sein Sachwalter sind und Fürsorgepflichten haben? Oder lassen Sie ihn einfach „ziehen“? VVP liefert die Antworten. |

    Fürsorgepflicht und Grenzen

    Hat sich der Kunde z. B. für einen anderen Makler als Betreuer entschieden, dann gehört es nicht zu den maklertypischen Pflichten, dem Kunden eine eventuell nachteilige anderweitige Maklerorientierung „auszureden“. Sollte Ihr Kunde sich den falschen Makler ausgesucht haben und erleidet er dadurch einen Nachteil, kann dieser Kunde Sie nicht haftbar machen nach dem Motto „Sie hätten mich darauf hinweisen müssen, dass der neue Makler ein schlechter ist.“ Die Fürsorgepflicht hat hier ihre Grenzen. Und sie endet insbesondere dann, wenn der Kunde das Vertrauensverhältnis zum Ursprungsmakler durch das Wechseln zu einem anderen Makler selbst (zer)stört.

     

    Ihr weiteres Vorgehen hängt damit davon ab, ob der Kunde den Maklervertrag (ggf. auch nur spartenbezogen) gekündigt hat.