· Fachbeitrag · Selbstführung
Praktische Strategien gegen Fremdsteuerung
von Zach Davis, Buchholz, www.simple-first.de
Es gibt Tage, an denen man pausenlos beschäftigt ist und abends trotzdem das Gefühl hat, kaum einen Schritt vorangekommen zu sein. Der Grund liegt selten im eigenen Können, sondern fast immer in der Menge an Fremdsteuerung: Anrufe, Mails, kurze Rückfragen, spontane „Nur eine Sekunde“-Anliegen. In Steuerkanzleien ist dieser Dauerstrom an Reizen Normalzustand. Die gute Nachricht: Man ist diesem Zustand nicht ausgeliefert. Die eigene Produktivität lässt sich deutlich stabilisieren, ohne dabei unfreundlich, schwer erreichbar oder „abblockend“ zu wirken.
Warum Fremdsteuerung heute stärker wirkt als früher
Fremdsteuerung ist kein neues Phänomen. Neu ist jedoch, wie massiv sie heute wirkt und wie sehr sie die Produktivität ganzer Kanzleien beeinflusst. In vielen Steuerbüros entsteht inzwischen der Eindruck, man sei „ständig erreichbar“ und gleichzeitig „ständig unterbrochen“. Diese Kombination ist Gift für fokussiertes Arbeiten und sorgt dafür, dass man zwar viel erledigt, aber nicht unbedingt in effizienter Weise.
Ein oft unterschätzter Punkt: Viele versuchen, dieses Problem vor allem über persönliche Disziplin zu lösen – etwa indem sie sich vornehmen, konzentrierter zu arbeiten oder weniger ins Postfach zu schauen. In der Praxis greift das jedoch zu kurz. Denn ein Großteil der Unterbrechungen entsteht nicht zufällig, sondern folgt wiederkehrenden Mustern im Arbeitsalltag. Typisch sind Situationen wie diese:
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