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23.02.2010 |Arbeitsabläufe optimieren

Checkliste „Jahresabschlusserstellung“ und viele weitere Arbeitshilfen für Ihren Praxisalltag

von StBin Jutta Liess, Traunreut

Die Aufgaben in den Steuerkanzleien werden immer vielseitiger und die Anforderungen immer höher. Wie stellen Sie sicher, dass dabei an alles gedacht wird, alle gesetzlichen Vorgaben beachtet werden und dass auch noch das Bestmögliche „herausgeholt“ wird - in möglichst kurzer Zeit? Wir helfen Ihnen, nicht nur Ihre Pflichten zu erfüllen, sondern auch Gestaltungspotenziale optimal zu nutzen. Mit Hilfe unserer Checklisten können Sie mehr System, Kontrolle und Struktur in Ihren Arbeitsalltag bringen.  

1. Checkliste „Jahresabschlusserstellung“

Mit unserer Checkliste zur Jahresabschlusserstellung erhalten Sie das Rüstzeug für eine rechtssichere Erstellung der Jahresabschlüsse einschließlich Anhang und Lagebericht. Detailliert leitet Sie dieses „Patentrezept“ durch alle Arbeitsschritte wie z.B.: 

 

  • Grundlegende Feststellungen zum Unternehmen,
  • formale Prüfungen,
  • terminliche Vorgaben,
  • konkrete Prüfung aller relevanten Aktiva und Passiva,
  • die wichtigsten Prüfpunkte zu den Betriebseinnahmen und -ausgaben,
  • Besonderheiten zu Personen- und Kapitalgesellschaften,
  • konkrete Angaben im Anhang, gegliedert nach der Gesellschaftsgröße
  • und die Darstellung der wirtschaftlichen Lage im Lagebericht.

 

Sehen Sie hier einen Auszug aus der Checkliste, die Sie im Volltext in „myIWW“ unter www.iww.de abrufen können: 

 

Checkliste Jahresabschlusserstellung (ohne Plausibilitätsprüfung)

Prüfungspunkt 

veranlasst 

am/bis 

erledigt  

A. 

Grundlegende Feststellungen 

 

 

1. 

Alle wichtigen Unterlagen vorhanden, v.a. Verträge über ... 

Kauf, Miete, Leasing, Abtretung, Verpfändung, Verzicht, Nutzungsüberlassung, Darlehen, Gewährleistung, Lizenz, Preisabsprache, Bürgschaft, Patronatserklärung, Arbeitsverhältnisse 

 

 

2. 

Alle wichtigen Unterlagen für Gesellschaften vorhanden, v.a. ... 

  • Gesellschaftsverträge, Satzungen (inkl. Änderungen),
  • Handelsregisterauszug,
  • Protokolle der Gesellschafterversammlungen, Geschäftsführer- Anstellungsverträge,
  • Gewinnfeststellungs- und verwendungsbeschluss Vorjahr; Konsequenzen prüfen und einarbeiten!

 

 

3. 

Abstimmung Vorjahreswerte 

 

 

 

a) Eröffnungsbilanz gleicht Schlussbilanz Vorjahr (Bilanzidentität) 

 

 

b) Saldo Vortragskonten ist 0 EUR (Kto. 9000 etc.) 

 

 

 

c) Umbuchungen durchsehen und auf Plausibilität prüfen 

 

 

d) Anpassungsbuchungen aufgrund von Außenprüfungen oder Steuerbescheiden? 

 

 

e) Größere Veränderungen bei Bilanzposten im Vorjahresvergleich? Begründung! 

 

 

4. 

Entscheidende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag mit Einfluss auf Bilanzposten? 

 

 

5. 

Alle offenen Eingangs- und Ausgangsrechnungen gebucht (monatliche Zahlungen)? 

 

 

6. 

Alle Zu- und Abgänge, Entnahmen und Einlagen erfasst? 

 

 

7. 

Bilanzierungsgrundsätze beachten 

 

 

a) Bilanz- und Kontengliederung entspricht Vorjahr oder wurde geändert und begründet 

 

 

b) Konteninhalte stimmen mit Beschriftung überein (Kontenwahrheit) 

 

 

c) Bewertungsmaßstäbe wurden beibehalten oder geändert und begründet 

 

 

d) Saldierungsverbot wurde beachtet 

 

 

8. 

Handelsbilanz bei Kaufleuten! Eigene Steuerbilanz? Überleitungsrechnung? 

 

 

  • Wichtig: Handelsrechtliche Buchführungspflicht prüfen, da lt. BilMoG höhere Schwellenwerte für Größeneinordnung der KapG und Befreiung für Einzelkaufleute - ab 2008 (§§ 241a, 267 HGB)

 

 

 

 

2. Weitere Checklisten für Ihren Praxisalltag

Derzeit sind im Online-Service folgende Checklisten abrufbar:  

 

  • Jahresabschluss ohne Plausibilitätsprüfungen einschließlich Zusatzliste zum Abschluss einer GmbH & Co. KG,
  • Anhang kleine GmbH,
  • Anhang (mittel-)große GmbH,
  • Lagebericht GmbH und
  • Jahresabschluss mit Plausibilitätsprüfungen,

3. Fazit

Detaillierte Arbeitsanweisungen und die gleichzeitige Dokumentation sind ausschlaggebend für einen effektiven und strukturierten Arbeitsprozess. Außerdem motivieren Sie Ihre Mitarbeiter, wenn Sie Ihnen ein praktisches Werkzeug an die Hand geben. Sie behalten so den vollen Überblick über alle Abläufe und haben stets die Gewissheit, nichts vergessen zu haben. 

Quelle: Ausgabe 03 / 2010 | Seite 40 | ID 133645