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  • ·Fachbeitrag ·Viertes Quartal 2020

    FG Rechtsprechung kompakt: Die Top 10 für die Gestaltungsberatung

    von RiFG Prof. Dr. Kreft, Dipl.-Finanzwirt, Bielefeld

    | Auch für das vierte Quartal 2020 haben wir für Sie wieder die jüngst ergangenen FG-Urteile gesichtet, die besonders praxisrelevanten Entscheidungen herausgefiltert und um erste Gestaltungshinweise ergänzt. |

    1. Privatnutzung eines Firmen-Pkw: Teilschätzung der Kosten im Rahmen der Fahrtenbuchmethode

    Bekanntlich eröffnet § 8 Abs. 2 S. 4 EStG die Möglichkeit, einer hohen Steuerbelastung durch Ansatz des pauschalierten Privatnutzungsanteils nach der 1 %-Regelung mittels der Fahrtenbuchmethode „zu entgehen“. Dabei ist es grundsätzlich erforderlich, die gesamten Kfz-Kosten durch Belege nachzuweisen (BFH 3.9.15, VI R 27/14, BStBl II 16, 174). Umstritten ist bisher, ob alle Kosten dabei lückenlos zu belegen sind oder ob eine Teilschätzung nicht belegter Aufwendungen zulässig ist (ausdrücklich offengelassen in BFH 16.9.04, VI B 5/04). Das FG München (16.10.20, 8 K 611/19; Rev. BFH: VI R 44/20) hat eine solche Teilschätzung gerade abgesegnet.

     

    PRAXISTIPP | Da die Verwaltung Revision eingelegt hat, kann der BFH diese Rechtsfrage nun endlich höchstrichterlich klären. Bis dahin sollten steuerliche Berater betroffenen Mandanten auch dann die günstigere Fahrtenbuchmethode nahelegen, wenn nicht alle Kfz-Kosten belegt werden können. Nicht belegte Kosten sind dann sachgerecht zu schätzen.