· Fachbeitrag · Prozessoptimierung
Bessere Kommunikation in internationalen Teams: So kann die KI helfen
von Maja Roedenbeck Schäfer, Recruiting-Beraterin, Berlin, recruiting2go.de
Kennen Sie diese Situation? Der diensthabende Arzt ruft gestresst im Pflegestützpunkt an, um dem Pflegeteam Behandlungsinformationen zu einer Patientin durchzugeben. Ans Telefon geht eine ausländische Pflegekraft, die gerade ihre Anerkennung bekommen und ihr B2-Deutschlevel erreicht hat. Missverständnisse sind programmiert. Ergebnis: Der Arzt wird noch gestresster, die ausländische Pflegekraft ist demotiviert und die Behandlungsqualität ist gefährdet. Neue KI-gestützte Tools können Abhilfe schaffen.
Fast jede fünfte Pflegekraft kommt aus dem Ausland
Laut Mediendienst Integration (iww.de/s16018) kommt fast jede fünfte Pflegekraft aus dem Ausland, über 300.000 ausländische Pflegekräfte arbeiten in Deutschland. In der Krankenpflege stellen sie 17 Prozent, in der Altenpflege 21 Prozent der Belegschaften. Ein ähnliches Bild in der Medizin: Eine aktuelle Statistik der Bundesärztekammer (iww.de/s16019) zählt mehr als 71.000 Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland (16 Prozent), die in Deutschland arbeiten.
Sprachliche und interkulturelle Herausforderungen
Internationale Mitarbeitende lindern den Personalnotstand im Gesundheitswesen. Aber das Miteinander funktioniert eben nicht von allein. Eine Herausforderung sind nicht nur die Deutschkenntnisse der Arbeitsmigranten, die parallel zum Anerkennungsverfahren erworben werden müssen und oft erst nach Jahren im Arbeitsalltag belastbar sind, sondern auch interkulturelle Unterschiede.
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