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·Fachbeitrag ·Fördermittelberatung

Beteiligungen an Unternehmen mit Fördermitteln abfedern!

von Dipl.-Betriebsw. Christel Spielmann

| Wo klassische Finanzierungsquellen versiegen, kann Beteiligungskapital helfen. Beteiligungskapital stellt Eigenkapital auf Zeit dar - Eigenkapital, weil es gegenüber anderen Geldgebern (z.B. Kreditinstituten) als haftendes Kapital gilt (und damit dem unternehmerischen Risiko unterliegt), auf Zeit, weil der Beteiligungsgeber dieses Eigenkapital nur für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung stellt. Dieses Beteiligungskapital lässt sich durch Fördermittel refinanzieren. Dadurch können Beteiligungsgeber ihre Beteiligung an einem einzelnen Unternehmen reduzieren und mehr Unternehmen in ihr Portfolio aufnehmen. Wie das funktioniert, zeigt der folgende Beitrag. |

1. Pro und Contra Beteiligungskapital

Die Gründe für und wider Beteiligungskapital sind vielschichtig. Naturgemäß gestaltet sich die Interessenlage von Investoren und Unternehmen unterschiedlich. Für Unternehmen bietet Beteiligungskapital folgende Vorteile:

 

  • Durch Beteiligungskapital wird dem Unternehmen Haftungskapital und ?Liquidität zugeführt; die Finanzierungsstruktur wird insgesamt verbessert.
  • Die stärkere Eigenkapitalunterlegung hilft, Kreditklemmen bei den Banken zu überwinden.
  • Für innovative Vorhaben stellt Wagniskapital als eine spezielle Form des Beteiligungskapitals häufig die einzige Möglichkeit dar, das Projekt anzuschieben.
  • Ggf. bringt der Investor nicht nur Kapital ein, sondern eröffnet auch ?Geschäftsbeziehungen („strategische“ Engagements).

 

Gegen Beteiligungskapital aus Unternehmersicht spricht die teilweise Aufgabe der unternehmerischen Entscheidungsfreiheit: Häufig erwarten Investoren ein Mitspracherecht, wenn Investitionen ab einer bestimmten Größenordnung anstehen. Auch die Weiterveräußerung der Beteiligung kann problematisch werden - wenn der neue Investor eine andere Unternehmensphilosophie vertritt, oder sogar ein Mitwettbewerber ist (daher: Vertragliches Mitspracherecht bei Weiterverkäufen der Anteile sichern!). Und „strategische“ Engagements können sich auch negativ auswirken - wenn es letztendlich auf eine verkappte „feindliche Übernahme“ hinausläuft.