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  • · Fachbeitrag · Betriebswirtschaftliche Instrumente

    Kosten-Nutzen-Analyse: So lässt sie sich schnell und einfach umsetzen

    von Jörgen Erichsen, Leverkusen

    Mithilfe einer Kosten-Nutzen-Analyse (KNA) werden die Kosten und der Nutzen einer Investition oder eines Projekts gegenübergestellt, um zu ermitteln, ob sich die Umsetzung lohnt. Die Analyse geht über den reinen monetären Ansatz hinaus und bezieht je nach Vorhaben auch nicht monetäre Faktoren wie Qualitäts- oder Produktivitätsverbesserungen, Zeitersparnis, eine höhere Kundenzufriedenheit, eine Imageverbesserung oder Risiken mit ein. Diese Methode wird vor allem bei großen und strategisch bedeutenden Vorhaben angewendet. Dieser Beitrag beschreibt, was eine KNA ist, wann sie angewendet werden kann und wie sie sich relativ einfach umsetzen lässt (mit Excel-Arbeitshilfe, Abruf-Nr. 50822974 ).

    1. KNA: Überblick, Anwendungsgebiete, Vor- und Nachteile

    Bei einer KNA (auch Kosten-Nutzen-Rechnung [KNR]) wird ein i. d. R. komplexes und für ein Unternehmen strategisch wichtiges Projekt oder Vorhaben anhand monetärer und nicht monetärer Faktoren wirtschaftlich bewertet. Dabei können auch mehrere Alternativen miteinander verglichen werden. Das Ziel besteht darin, herauszufinden, ob sich die Umsetzung eines Vorhabens unter Einbeziehung möglichst vieler relevanter Anforderungen wirklich lohnt.

     

    Beispiele für Faktoren

    Typische monetäre Faktoren sind mögliche Kosten- oder Umsatzveränderungen. Nicht monetäre Faktoren können beispielsweise Qualitätsverbesserungen, schnellere Abläufe, eine höhere Lieferbereitschaft, eine bessere Liefertermintreue, eine höhere Nachhaltigkeit, eine niedrigere Beschwerdequote oder ein besseres Image bei Kunden und anderen Geschäftspartnern sein.