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·Fachbeitrag ·Arbeitsrecht

Aktuelles und Grundlegendes zum befristeten Arbeitsvertrag - Teil 1

von RA Martin Brilla, Aachen

| Ist der Bedarf an Arbeitskräften nur vorübergehend, bieten sich befristete Arbeitsverträge an. Allerdings ist die Befristung von Arbeitsverträgen nur unter bestimmten Bedingungen zulässig. Wird dies nicht beachtet, besteht die Gefahr, dass aus dem als befristetet vorgesehenen ein unbefristetes Arbeitsverhältnis wird. Der Beitrag zeigt die Grundlagen unter Berücksichtigung aktueller Rechtsprechung auf. |

1. Übersicht

Befristete Arbeitsverhältnisse haben für den Arbeitgeber große Vorteile:

  • Ein wirksam befristeter Arbeitsvertrag bedarf keiner Kündigung, denn er endet mit Ablauf der vereinbarten Zeit oder mit Erreichen des Zwecks.
  • Dementsprechend sind die Kündigungsschutzvorschriften auch bei besonders geschützten Personen wie Schwangeren oder Schwerbehinderten nicht einschlägig.
  • Kündigungsfristen und Betriebsratsanhörung entfallen.
  • Eine sachgrundlose Befristung kann faktisch für eine bis zu 2-jährige Probezeit genutzt werden.

 

Bei all diesen Vorteilen sollte man jedoch ein gewichtiges Risiko nicht vergessen: Ist die Befristung nicht wirksam, wird aus dem als befristet gewollten Arbeitsverhältnis ungewollt ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.