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·Fachbeitrag ·Jahresabschluss

Die Bilanzierung von Zuwendungen nach Handels- und Steuerrecht - Teil 2

von WP StB Dipl.-Kfm. Lukas Graf, Heidelberg

| Im Gegensatz zu Zuwendungen von privater Seite zielen Zuwendungen der öffentlichen Hand grundsätzlich nicht auf die Erbringung einer konkreten Gegenleistung, sondern auf die Vornahme einer förderungswürdigen Handlung ab. Welche Grundsätze, Besonderheiten und Wahlrechte bei den unterschiedlichen öffentlichen Zuwendungsformen handelsrechtlich zu beachten sind, ist Gegenstand des Beitrags. Darüber hinaus wird die Bilanzierung von Zuschüssen in der Steuerbilanz dargestellt. |

1. Unbedingt rückzahlbare öffentliche Zuwendungen

Unbedingt rückzahlbare Zuwendungen der öffentlichen Hand stellen ebenso wie Zuwendungen von privater Seite Verbindlichkeiten dar. Der Ansatz erfolgt nach § 253 Abs. 1 S. 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag (weiterführende Informationen in Teil 1 des Beitrags (BBP 12, 204)).

2. Nicht rückzahlbare öffentliche Zuwendungen

Wie die folgenden Ausführungen verdeutlichen, sind bei nicht rückzahlbaren öffentlichen Zuwendungen zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen, um den Zuschuss bilanziell korrekt abbilden zu können.

 

2.1 Erfolgsverteilung und Zeitpunkt der Forderungsaktivierung

Bei nicht rückzahlbaren Zuwendungen ist eine sofortige Ertragsrealisierung nach Ansicht des IDW (HFA 1/1984, Abschnitt 2.a) grundsätzlich nicht sachgerecht, da eine Förderung oft für eine längere Zeitdauer die Inkaufnahme wirtschaftlicher Nachteile ausgleichen soll, ohne dass diese wirtschaftlichen Nachteile als bilanzierungsfähige Rückstellungen oder Verbindlichkeiten ansetzbar sind. Eine sofortige Ertragsrealisierung würde hier zu einer Verzerrung der Periodenergebnisse im Jahr der Gewährung und auch der Folgejahre führen.