12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Als Nachlassverbindlichkeiten sind die Kosten für die übliche Grabpflege mit ihrem Kapitalwert für eine unbestimmte Dauer abzugsfähig. Dies entspricht gemäß § 13 Abs. 2 BewG dem 9,3-Fachen der jährlichen Kosten, die üblicherweise bei der Inanspruchnahme von Fremdleistungen zu erwarten sind. Da Angebote von Gärtnereien entsprechend den individuellen Wünschen des Bestellers ausgearbeitet werden, können sie nicht die Basis für die Wertermittlung bilden. Zudem ist weder auf die ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Auf Initiative des Bundesrates soll das Jahressteuergesetz 2010 um einige Korrekturen in § 371 AO erweitert werden. An der strafbefreienden Selbstanzeige zur Erschließung bisher verheimlichter Steuerquellen sowie der Möglichkeit der Rückkehr zur Steuerehrlichkeit wird festgehalten. Der § 371 wird zudem um die aktuelle BGH-Rechtsprechung ergänzt. Die Straffreiheit entfällt demnach, wenn
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Wird vor Ablauf der Festsetzungsfrist Selbstanzeige erstattet, verjährt der Fall nach § 171 Abs. 9 AO nicht vor Ablauf eines Jahres nach Eingang der Selbstanzeige. Diese Ablaufhemmung beginnt nach Ansicht des BFH bereits dann, wenn die angezeigte Steuerverkürzung dem Grunde nach individualisiert werden kann, der Hinterzieher Steuerart und Zeitraum benennt und den Sachverhalt so schildert, dass er als Selbstanzeige erkennbar wird. Erfolgt eine Nachmeldung etwa wegen fehlender Bankunterlagen ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Erhöht sich der Wert der GmbH-Beteiligung eines Gesellschafters dadurch, dass ein anderer Beteiligter Vermögen einbringt, ohne eine entsprechende Gegenleistung zu erhalten, liegt keine freigebige Zuwendung des einbringenden an die anderen Gesellschafter vor. Mit diesem Urteil weicht der BFH von der gegenteiligen Verwaltungsauffassung in R 18 Abs. 3 ErbStR ab. Voraussetzung für eine steuerpflichtige Schenkung unter Lebenden ist eine Vermögensminderung auf der einen und eine Vermögensmehrung ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Hat sich ein Steuerpflichtiger vom FA gebührenpflichtig eine verbindliche Auskunft erteilen lassen, so hat er keinen Anspruch darauf, dass ihm für die zu entrichtende Gebühr eine Rechnung mit Umsatzsteuerausweis erteilt wird. Das FA handelt bei Erteilung der beantragten verbindlichen Auskunft auf der Grundlage öffentlich-rechtlicher Regelungen und ist nicht unternehmerisch tätig.
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Die umsatzsteuerliche Differenzbesteuerung gemäß § 25a UStG ist nach einem Urteil des FG Münster auch dann anwendbar, wenn ein Unternehmer nur gelegentlich zum Anlagevermögen gehörende, gebrauchte Gegenstände veräußert. Im zugrunde liegenden Fall betrieb ein Unternehmer eine Lotto-Annahmestelle, einen Kiosk und eine Reiseagentur und veräußerte seinen dem Unternehmensvermögen zugeordneten Pkw, den er zuvor ohne Umsatzsteuerausweis erworben hatte. Er wandte hierfür die ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ein verschenkter Kommanditanteil fällt nur dann unter das begünstigte Betriebsvermögen nach § 13a Abs. 4 Nr. 1 ErbStG, wenn durch die Zuwendung gleichzeitig eine Mitunternehmerstellung vermittelt wird. Nicht ausreichend ist es daher, wenn dem Erwerber nur deshalb Mitunternehmerinitiative zukommt, weil er bereits zuvor Gesellschafter der KG war. Dieses Urteil des BFH lässt sich sowohl auf die Rechtslage vor als auch ab 2009 anwenden. Im zugrunde liegenden Fall wurde der KG-Anteil gegen ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Bislang wurde allgemein die Auffassung vertreten, dass juristische Personen des öffentlichen Rechts nur im Rahmen der Betriebe gewerblicher Art unternehmerisch tätig werden, nicht jedoch bei einer Vermögensverwaltung durch die öffentliche Hand. Dieses Besteuerungsprivileg hat der BFH jetzt insoweit eingeschränkt, als dem Begriff der Vermögensverwaltung bei der Umsatzsteuer keine Bedeutung zukommt. Entscheidend ist vielmehr, in welcher Art juristische Personen tätig werden. Erfolgt dies ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Ob ein Unternehmer eine Lieferung oder sonstige Leistung für sein Unternehmen oder seinen Privatbereich bezogen hat, setzt eine nach außen zu Tage getretene Entscheidung des Unternehmers voraus. Dabei muss die Absicht, Eingangsleistungen zur Ausführung steuerpflichtiger Umsätze zu verwenden, im Zeitpunkt des Bezugs der Leistungen vorliegen. Dies wird in der Regel durch die Geltendmachung des Vorsteuerabzugs im Zeitpunkt des Leistungsbezugs als Zuordnung zum Unternehmen dokumentiert. Hieran ...
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12.08.2010 · Fachbeitrag aus AStW ·
Eine Theatervorführung unterliegt dem ermäßigten und die Abgabe von Speisen zum sofortigen Verzehr dem regulären Umsatzsteuersatz. Schwierig ist diese Abgrenzung beim Verkauf von Eintrittskarten für eine Dinner-Show, die kulinarische und künstlerische Leistungen gegenüber Zuschauern enthält. Hier kommen zwei FG zu einer unterschiedlichen Antwort auf die Frage, ob das Gesamtpaket dem Regelsteuersatz unterliegt oder ob Theatershow und Verzehr getrennt verschiedenen Tarifen unterliegen.
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