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  • · Nachricht · Telemedizin

    Fernbeurteilung der IOS-Befunde von jungen Patienten zuverlässig

    Forschende der Uni Leipzig verglichen klassische klinische Untersuchungen mit der Befundung auf Grundlage intraoraler 3D-Scans bei Kindern und Jugendlichen, um einzuschätzen, ob sich 3D-Scans auch für sichere Ferndiagnosen im Rahmen von Screenings und epidemiologischen Studien eignen.

     

    Zunächst erfolgte eine klassische Untersuchung der Probanden (n=511, 7,5–20,5 J.) auf dem Behandlungsstuhl, gefolgt von 3D-Scans (3shape® Trios 5®/Straumann). Im Vergleich wiesen die klinischen und IOS-basierten Beurteilungen eine sehr hohe Übereinstimmung auf. Wobei diese bei Initialläsionen etwas geringer als bei fortgeschrittener Karies ausfiel. Die Erkennung von Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) an mindestens einem Zahn erwies sich als gut, mit durchgehend hoher Übereinstimmung über alle Schweregrade hinweg. Plaque konnte insgesamt gut, im Frontzahnbereich eindeutiger beurteilt werden. Demnach ermöglichen intraorale 3D-Scans eine zuverlässige (Fern-)Beurteilung klinisch relevanter oraler Befunde bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere bei fortgeschrittener Karies und MIH.

     

    Quelle

    • Stiller N et al. Remote assessment of caries, MIH, and plaque on intraoral 3D scan images: Findings from the LIFE Child study. Clin Oral Invest 30, 254 (2026). doi.org/10.1007/s00784-026-06939-z.
    Quelle: Ausgabe 08 / 2026 | Seite 3 | ID 50895572