· ZR-Fachgespräch
„Physische Aktivität hat auch zahnmedizinische Bedeutung!“

Die genetische Prädisposition für Parodontitis, entzündliche Darmerkrankungen sowie Lifestyle und deren Zusammenhang zur Zahnmedizin, aber auch ein neuer Wirkstoff in der parodontologischen Prävention sind aktuelle Themen, die die Wissenschaft beschäftigen. Prof. Dr. Ingmar Staufenbiel schlägt im Gespräch mit dem ZR den Bogen von den neuen Erkenntnissen zur zahnärztlichen Praxis und erläutert, was Behandler daraus für ihre Arbeit am Patienten nutzen und umsetzen können.
REDAKTION: Herr Prof. Staufenbiel, in die Erkenntnisse zur Genetik von Parodontitis ist in den letzten Jahren Bewegung gekommen. Bitte zeigen Sie uns kurz den aktuellen Stand auf und was Praxen für ihren Arbeistalltag daraus ableiten sollten.
STAUFENBIEL: Parodontitis kann entstehen, wenn ein dysbiotischer Biofilm und eine unangemessene Immunantwort zusammenkommen. Es gibt zahlreiche parodontale Risikofaktoren, die sich vor allem ungünstig auf die Immunantwort auswirken; die genetische Prädisposition gehört zu diesen Risikofaktoren. Es ist unumstritten, dass es eine genetische Prädisposition für die Erkrankung Parodontitis gibt. Lange Zeit wurde die genetische Prädisposition mit dem Interleukin-1-Genpolymorphismus gleichgesetzt. Es wurden spezielle Testkits entwickelt, die bis heute käuflich zu erwerben sind. Heute weiß man allerdings, dass auch die genetische Prädisposition multifaktoriell ist.
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