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  • · Fachbeitrag · ZR-Fachgespräch

    „Gegen die Sofortimplantation im Traumafall sprechen verschiedene Aspekte!“

    Bei einem Frontzahntrauma ist eine zeitnahe und bestmögliche Versorgung für den Zahnerhalt und die weitere Versorgung entscheidend. Einige Aspekte, die in diesem Zusammenhang für Sie in der niedergelassenen Praxis eine Rolle spielen, haben wir im Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Hendrik Terheyden aufgegriffen, seines Zeichens Chefarzt für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie an den Helios Kliniken Kassel und u. a. Mitautor der S2k-Leitlinie „Therapie des dentalen Traumas bleibender Zähne“ sowie 1. Vorsitzender der AG Kieferchirurgie in der DGZMK.

     

    Redaktion: Herr Professor Terheyden, die korrekte Diagnosestellung und Primärtherapie nach einem Frontzahntrauma sind entscheidend für die Vitalerhaltung der Pulpa und den langfristigen Zahnerhalt. Was empfehlen Sie Praxen, die trotz einer gar nicht so geringen Inzidenz nur selten ein Trauma sehen: Die Überweisung an einen Experten der MKG-Chirurgie, ein „Abarbeiten“ des Falls mithilfe z. B. eines digitalen Leitfadens wie der TraumaApp „AcciDent“ oder des Dental Trauma Guide oder entlang der Leitlinie zur Therapie eines Frontzahntraumas?

     

    Terheyden: Die von Ihnen genannten kommerziellen Angebote sind sicher hilfreich. Allerdings findet sich eine ausgewogene, fachübergreifend konsentierte, wissenschaftlich begründete, nicht kostenpflichtige Anleitung zur Therapie des Zahntraumas in der DGZMK/AWMF gelisteten Leitlinie „Therapie des Traumas bleibender Zähne“. Als Erstbehandlerpraxis würde ich diese Informationsquelle vorziehen.