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  • · Fachbeitrag · ZR-Fachgespräch

    „Das Lieblingshörspiel könnte beruhigend sein!“

    Neurodivergente Kinder und Jugendliche, z. B. mit der Diagnose Autismus-Spektrum-Störung, haben häufig Probleme mit dem Zahnarztbesuch und gleichzeitig oft eine defizitäre Mundhygiene. Wie man der Herausforderung begegnet, diese Patientengruppe, die auf Sinnesreize stark reagieren kann, erfolgreich und stressfrei zu behandeln, und wo man sich als Zahnarzt oder Zahnärztin Hilfe holen kann – u. a. darüber sprachen wir mit zwei Expertinnen aus diesem Fachbereich.

     

    Redaktion: Frau Dr. Dreesmann, wie erkennt eine Zahnarztpraxis einen autistischen Patienten oder einen Patienten aus dem Kontext der Neurodivergenz – nicht jeder Autist ist ja gleich oder auch scheinbar zunächst unauffällige Patienten können autistisch sein oder eine neurodivergente Einschränkung aufweisen?

     

    Dreesmann: In Zahnarztpraxen werden Fragebögen zu Vorerkrankungen, Blutungsneigung etc. durch die Eltern oder die Patienten selbst ausgefüllt. In diese Fragebögen könnten Fragen zu Neurodivergenz oder Verhaltensauffälligkeiten eingebaut werden, wie z. B. „Bestehen bei Ihrem Kind Hinweise auf ADHS oder eine Autismus-Spektrum-Störung? Ist Ihr Kind besonders unruhig oder ängstlich? Gibt es etwas, was Ihr Kind bei dem Aufenthalt in unserer Praxis beruhigen könnte?“