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·Fachbeitrag ·Prothetik

Knochenatrophie: Brücken- und festsitzende Implantatversorgungen sind der Goldstandard

| Der Grad der Knochenatrophie im Seitenzahnbereich des Unterkiefers ist stark von der prothetischen Versorgung abhängig. Dabei stellen Brücken- und festsitzende Implantatversorgungen den Goldstandard dar, um einen langfristigen Knochenerhalt zu gewährleisten. Bei teilbezahnten Unterkiefern spielt die Art der Freiendsituation eine große Rolle beim Voranschreiten der Atrophie. Bei unbezahnten Unterkiefern zeigen steggetragene Versorgungen auf mindestens vier Implantaten den bei Weitem geringsten Knochenabbau. |

 

Insgesamt wurden an der Universität Graz 479 Patienten mit Zahnlosigkeit oder Zahnverlust im Unterkiefer-Seitenzahnbereich untersucht und der Knochenabbau durch zwei Panoramaröntgenaufnahmen verglichen. Der mittlere Abstand zwischen den beiden Messungen war bei allen Prothesen vergleichbar und betrug im Mittel 6,5 Jahre.

 

Es wurde eine signifikante Korrelation des linearen Abbaus mit der Tragedauer bei Modellguss- und bei Teleskopversorgungen festgestellt. Im Mittel verursachten Modellgussprothesen 1,99 mm, Teleskopversorgungen 1,88 mm und Totalprothesen 3,18 mm Knochenabbau.

 

Anders dagegen die festsitzenden Versorgungen: Folgender mittlerer Abbau wurde jeweils festgestellt:

  • 0,28 mm bei festsitzenden Versorgungen auf Implantaten,
  • 0,15 mm bei Brückenversorgungen,
  • 0,13 mm bei Stegversorgungen auf vier Implantaten und
  • 0,12 mm bei Stegversorgungen auf über vier Implantaten.

 

Versorgungen auf zwei Locator®-Attachments (4 mm) sowie Stegversorgungen auf zwei Implantaten ohne Extension (1,73 mm) hatten einen signifikant höheren Kieferknochenabbau als Stegversorgungen auf vier Implantaten.

 

Der Vergleich zwischen Modellguss- und Teleskopprothesen wies keine signifikanten Unterschiede auf, die Freiendsituation zeigte jedoch eine signifikant höhere Atrophie als Schaltlückenversorgungen.

 

Quelle

  • Sokolowski A. Kieferkammatrophie im Seitenzahnbereich der Mandibula in Abhängigkeit von der prothetischen Versorgung. Graz, 2015.

 

Literatur

Quelle: Ausgabe 04 / 2016 | Seite 5 | ID 43934436