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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Zahnverlust bei jungen Parodontitis-Patienten

    Parodontitis-bedingter Zahnverlust bei jungen Patienten ist bei frühzeitiger Diagnose und individueller wie konsequenter Therapie vermeidbar. Das gelingt aber nur bei entsprechender Therapietreue und bei Kenntnis der Faktoren, die einen Zahnverlust beeinflussen, um adäquat gegensteuern zu können.

    Faktoren für Parodontitis-bedingten Zahnverlust

    Prognosen, die bei Parodontitis-Patienten das Risiko eines Parodontitis-bedingten Zahnverlustes vorhersagen, sind in der Praxis deshalb wichtig, weil dann der Behandlungsplan entsprechend angepasst werden kann [1]. Die Wissenschaftler identifizierten in ihrer Arbeit in diesem Zusammenhang patientenbezogene Faktoren (Alter, Geschlecht, Rauchen, Diabetes) und zahnbezogene Faktoren (Molaren, Furkationsbeteiligung, Sondierungstiefe, Knochenverlust, Zahnbeweglichkeit, Wurzelkanalbehandlung, prothetische Versorgung), die für die Langzeitprognose eines Zahnerhalts entscheidend sind. Da Anzeichen vorlägen, dass jüngere Parodontitis-Patienten einer deutlichen Krankheits-Verschlechterung unterliegen oder ein erhöhtes Risiko für fortschreitende Verläufe zeigen, sei eine individuelle Therapieplanung ebenso wichtig wie eine regelmäßige unterstützende Parodontaltherapie (UPT).

    Therapietreue ist ein Problem

    Bei der UPT ist die oft schlechte Therapietreue ein Problem [2]. Nachdem die schwedischen Forscher in einer eigenen, vorangegangenen Studie zur Identifizierung von Faktoren zur Progression der Parodontitis bei jungen Patienten eine hohe Abbruchquote festgestellt hatten und diese u. a. in Verbindung mit den anfänglichen BOP-Werten und der Anzahl der Stellen erhöhter Taschentiefen in Verbindung bringen konnten, beschäftigten sie sich intensiver mit den Themen der Therapietreue und des Zahnverlusts.