· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Wirksamkeit: GBT vs. traditionelles Vorgehen
Studien haben sich damit beschäftigt, ob die Guided Biofilm Therapy (GBT) in der Parodontitis-Behandlung vergleichbare Ergebnisse erreichen kann wie das klassische Scaling and Rootplaning. Auch der Aspekt der Schmerzwahrnehmung bzw. des Komforts für den Patienten wurde beleuchtet.
Ähnliche Ergebnisse GBT vs. konventionell
Die GBT wurde im Jahr 2016 als strukturiertes, 8-stufiges Prophylaxe-Protokoll eingeführt. Das damals neue Prophylaxekonzept zur Beseitigung weicher und harter Beläge zielt als Alternative zu Scaling and Rootplaning unter Einsatz von Handinstrumenten und anschließender klassischer Politur (SRP) darauf ab, unter Schonung der Zahnsubstanz die Reinigungsleistung sowie die Patienten- und Behandlerzufriedenheit zu verbessern. Inzwischen liegen neue Studien zur Effektivität der GBT bei der Reduzierung von oralen Biofilmen im Vergleich zu traditionellen Methoden vor.
So verglich eine klinische Studie der Universität Kiel [1] die Wirksamkeit beider Verfahren in der nicht-chirurgischen Parodontaltherapie (NSPT) bei Parodontitis-Patienten im Stadium III-IV (Sondierungstiefen > 3 mm). Es zeigte sich, dass ähnlich gute Ergebnisse erreicht wurden: Fünf ± zwei Monate nach der NSPT waren die Sondierungstiefen bei 57 % der Patienten mit GBT (Anfärben, Air-Polishing, Ultraschallscaler, Air-Polishing) und bei 58,7 % der mit konventionellen Instrumenten behandelten Patienten (Anfärben, Handküretten/Schallscaler, Polieren mit rotierenden Instrumenten) geringer. Eine Sondierungstiefe ≤ 4 mm ohne Blutung auf Sondierung wurde bei 11,5 % der GBT-Teilnehmer und bei 11,2 % der konventionell Behandelten erzielt.
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