· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Was fördert das Abszessrisiko während/nach Endo-Behandlung?
Gibt es patienten- oder behandlungsbezogene Risikofaktoren für die Entstehung von submukösen Abszessen während oder nach einer endodontischen Behandlung, insbesondere zu bestimmten Zeitpunkten? Dieser Frage ging eine aktuelle Studie nach [1] und identifizierte mehrere Faktoren, die entsprechende klinische Achtsamkeit erfordern.
Ausgangslage
Studiengrundlage bildeten 2.637 maxillofaziale Infektionen odontogenen Ursprungs, von denen 526 Fälle (knapp 20 %) in Zusammenhang mit einer endodontischen Behandlung standen. Um patienten- und behandlungsbezogene Risikofaktoren für eine Abszessbildung, die eine Inzision und Drainage erforderlich machte, auszumachen, wurden insbesondere die möglichen Zusammenhänge zu den radiologischen Befunden, provisorischer Versorgung, systemischen Erkrankungen und dem Zeitpunkt der Abszessbildung untersucht.
43,6 % der betrachteten Patienten im durchschnittlichen Alter von 43,1 Jahren litten an einer oder mehreren dieser systemischen Erkrankungen: Arterielle Hypertonie, andere kardiovaskuläre Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Diabetes mellitus, psychische Erkrankungen, Lebererkrankungen, Autoimmunerkrankungen und maligne Tumoren.
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