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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Vergleich postoperativer Anästhesien nach Lappen-Operation

    Chirurgische Eingriffe wie die parodontale Lappen-Operation erfordern nicht nur während, sondern auch nach der Behandlung eine effektive Schmerzkontrolle. Mit der Frage nach der Wirkung einer zusätzlichen Anästhesie kurz vor Entlassung des Patienten zur Reduzierung postoperativer Schmerzen beschäftigte sich die Wissenschaft.

    Lokalanästhesie im postoperativen Schmerzmanagement

    Bupivacain ist ein Lokalanästhetikum mit lang anhaltender Wirkung – im Vergleich zu Lidocain wirkt es durchschnittlich ca. 1,5-mal länger. Deshalb wird Bupivacain gegen Ende chirurgischer Eingriffe auch injiziert, um Schmerzen in der ersten postoperativen Phase zu reduzieren [1, 2]. Laut Malamed [2] ist damit eine Schmerzkontrolle bis zu 12 Stunden postoperativ möglich. Daneben zählt bekanntermaßen auch die Einnahme von Analgetika zum Schmerzprotokoll. Ob die postoperative Schmerztherapie mit dem Lokalanästhetikum Bupivacain in der Parodontalchirurgie tatsächlich wirksamer ist als die mit Lidocain, untersuchte nun eine amerikanische Studie [1].

    Studienmethoden zur Schmerzkontrolle

    Dazu erhielten die Studienteilnehmer unmittelbar nach der parodontalen Lappen-OP (durchgeführt unter Lokalanästhesie mit 2%igem Lidocain mit 1:100.000 Adrenalin) nach dem Setzen der letzten Naht eine Lokalanästhesie entweder mit 1,7 ml 0,5%igem Bupivacain mit 1:200.000 Adrenalin, 2%igem Lidocain mit 1:100.000 Adrenalin oder 0,9%iger Natriumchloridlösung als Placebo. Die Schmerzkontrolle umfasste außerdem postoperativ noch in der Praxis die orale Gabe von 600 mg Ibuprofen und 325 mg Paracetamol mit dem Hinweis, dies in den folgenden 48 Stunden alle 6 Stunden und anschließend nach Bedarf weiterzuführen.