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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Physische Aktivität beeinflusst (parodontale) Mundgesundheit

    Es ist bekannt, dass der Lebensstil Auswirkungen auf die Gesundheit hat und z. B. körperliche Bewegung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus etc. reduziert. Ob und wie körperliche Aktivität die Mundgesundheit beeinflusst, war Gegenstand verschiedener Untersuchungen. 

    Erhöhtes Kariesrisiko bei Spitzensportlern

    Während es zur Mundgesundheit von Spitzensportlern viele Untersuchungen gibt, wurde der Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Mundgesundheit lange vernachlässigt. Bei Spitzensportlern ist bekannt, dass aufgrund des vermehrten Verzehrens energiehaltiger Lebensmittel und der Reduzierung des Speichelflusses infolge von Ausdauertraining Karies und Erosionen ein Problem darstellen [1]. Man geht davon aus, dass auch Hobbysportler oder körperlich Aktive eher zu einem gesunden Lebensstil neigen. Darüber hinaus wurde nachgewiesen, dass körperliche Aktivität das Risiko für entzündliche Erkrankungen reduziert [2]. Deshalb interessierten sich Wissenschaftler dafür, ob niedrige körperliche Aktivität und Fitness mit schlechterer Mundgesundheit einhergehen.

    Fitness protektiv in Bezug auf Bedarf an zahnärztlicher Behandlung

    Eine finnische Studie [1] stellte fest, dass die ausschließlich männlichen Probanden (durchschnittliches Alter 19,6 Jahre) mit einer guten körperlichen Fitness und selbst berichteter körperlicher Aktivität seltener den Zahnarzt aufsuchen mussten als Gleichaltrige ohne körperliche Aktivität: Die Kariesindizes zeigten bessere Werte, wobei ein Zusammenhang zwischen regelmäßigem Sporttreiben und geringerer Raucherprävalenz, weniger Einnahme von Alkohol und Energydrinks festgestellt wurde. Auf der anderen Seite konsumierten diese regelmäßig sportlich aktiven jungen Männer häufig Schnupftabak und Sportgetränke, sodass Zahnärzte über die damit verbundenen Risiken für Mund- und Allgemeingesundheit aufklären sollten.