· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Milchzahn-Transplantation als Therapieoption
Obwohl Studien bestätigen, dass die autogene Milchzahn-Transplantation im Milch- und frühen Wechselgebiss eine gute Behandlungsoption ist und im Gegensatz zu anderen Versorgungsmöglichkeiten nach traumatischem Zahnverlust das natürliche Knochen- und Weichgewebewachstum fördert, führt sie eher ein Schattendasein unter den diversen Therapieoptionen.
Möglichkeiten zum Lückenschluss nach Frontzahntrauma
Lücken im Milch- und Wechselgebiss nach Frontzahntrauma sind u. a. ein ästhetisches Problem. Hier kann eine Interimsprothese/Kinderprothese die Lücke schnell schließen. In Abhängigkeit der Gebissentwicklung gibt es weitere Therapieoptionen: zum Ende des frühen Wechselgebisses (bei durchgebrochenen bleibenden 2ern) die Versorgung mit einer Adhäsivbrücke, mit Beginn des späten Wechselgebisses (nach Durchbruch der 3er und Prämolaren) der kieferorthopädische Lückenschluss.
Die Milchzahn-Transplantation (MZT) ist eine Methode zum Zeitpunkt des Milch- und frühen Wechselgebisses (im späten Wechselgebiss dann die Prämolaren-Transplantation). Für die MZT sollte noch mindestens 30 Prozent Restwurzellänge vorhanden sein, was z. B. in der Regel zwischen dem sechsten und zehnten Lebensjahr auf die Milcheckzähne zutrifft. Eine MZT hat den Vorteil, dass sie die negativen Folgen des Zahnverlustes auf die weitere Kieferentwicklung auffängt [1].
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