· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Manuelle Sonde weiter als Instrument der Paro-Diagnostik empfohlen
Taschentiefen und Blutungsneigung werden in der parodontalen Diagnostik mit Sonden erhoben. Ob manuelle Sonden nach wie vor Standard bei der Befunderhebung sind oder elektronischen Parodontalsonden der Vorzug gegeben werden sollte, war Gegenstand von Untersuchungen.
Elektronische Sondierungsmethode
Bereits Ende der 1980er-Jahre gab es klinische Untersuchungen zu einer damals neuen Form der Messung der Sondierungstiefe – die elektronische Messung mit der Florida-Probe [1]. Die elektronische Datenerfassung zeigte bei wiederholter Messung der Sondierungstiefe bei einer Sondierungskraft von 25 g und einer Sonde mit 0,4 mm Durchmesser eine Standardabweichung von 0,58 mm im Vergleich zu 0,82 mm mit der traditionellen PA-Sonde. Da einige neuere Studien aus dem Bereich der Parodontologie die Florida-Probe erfolgreich einsetzen und sich auch ein Konsens mit neuen Sondentechnologien auseinandergesetzt hat, soll die aktuelle klinische Bewertung dargestellt werden.
Verwendung der Florida-Probe bei Detektion subklinischer Atherosklerose
Eine aktuelle Studie konnte zeigen, dass die CDC/AAP- und EFP/AAP-Falldefinitionen geeignet sind, subklinische Atherosklerose bei Patienten mit Diabetes und schwerer Parodontitis aufzudecken [2]. Die Sondierungstiefen waren dabei von einem geschulten Parodontologen mittels Florida-Probe erfolgreich gemessen worden. Bereits Janssen [3] beobachtete, dass in Praxen mit Schwerpunkt Parodontaltherapie die Florida-Probe aufgrund ihrer Audioansage, der direkten digitalen Speicherung, der schematischen Darstellung sowie dem Einsatz ohne Assistenz vorteilhaft zu sein scheint. Und trotzdem kam die Arbeit insgesamt aufgrund der Ergebnisse aus verschiedenen Messdurchgängen mit einer konventionellen PA-Sonde im Vergleich zur Florida-Probe zu dem Schluss, dass die herkömmliche Sonde eine bessere Reproduzierbarkeit und Taktilität aufweist und sich damit als Goldstandard für die Basisdiagnostik weiter bewährt.
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