· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Longevity und die neue Rolle des oralen Mikrobioms
Mundgesundheit hat einen großen Einfluss auf die Lebenserwartung. Das orale Mikrobiom spielt dabei eine wesentliche Rolle und wird nicht mehr nur als hauptsächlich für Zahnerkrankungen, sondern als Einflussfaktor auf systemische Erkrankungen gesehen.
Von der Dysbiose zu systemischen Erkrankungen
Forscher der National Institutes of Health zeigen einen Zusammenhang zwischen oraler Dysbiose und systemischen und chronisch-entzündlichen Erkrankungen auf [1]. Dahinter steht das Modell der „polymikrobiellen Synergie und Dysbiose“. Demnach sind orale Erkrankungen, z. B. die Parodontitis, nicht auf einen bestimmten einzelnen Erreger zurückzuführen, sondern auf die Störung mikrobieller Gemeinschaften: die Dysbiose, die wiederum destruktiv mit der Immunabwehr des Wirts interagiert. Das ist nicht auf die Mundhöhle beschränkt, sondern kann im menschlichen Organismus an anderer Stelle erfolgen, z. B. durch das Eintreten der Bakterien in den Blutkreislauf oder durch Stoffwechselprodukte der Mikroorganismen. So können über entzündliche, immunologische, metabolische und karzinogene Signalwege Zusammenhänge zu systemischen Erkrankungen entstehen.
Verbindung der Dysbiose zu systemischen Erkrankungen
Orale Dysbiose kann im Zusammenhang stehen mit
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