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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Langlebigkeit postendodontischer Stiftaufbauten

    Eine Beobachtungsstudie hat die Langlebigkeit postendodontischer Stiftversorgungen aus der zahnärztlichen Praxis bis zu 20 Jahre nach Fertigung untersucht. Der Erfolg scheint ähnlich zu sein, die Rolle des Behandlers im Umgang mit Misserfolgen für weitere Überlebensraten der Versorgung groß.

    Hohe Erfolgs- und Überlebensraten

    195 Zähne mit einer Stiftversorgung an Schneide-, Eckzähnen und Prämolaren, ohne Vorgabe des Stiftmaterials und der Stiftgröße, therapiert in acht zahnärztlichen Allgemeinpraxen, wurden über einen mittleren Zeitraum von 112 Monaten (max. Nachbeobachtungsdauer 20 Jahre) beobachtet. Dabei galten die Versorgungen als erfolgreich, wenn Stift, Zahn und die ursprüngliche definitive Restauration intakt waren, als überlebend (aber nicht mehr erfolgreich), wenn nur der Stift und der Zahn es waren. 112 der Versorgungen wurden als erfolgreich eingestuft (im Mittel 145 Monate), 145 als überlebend (im Mittel 179 Monate). Dies entspricht einer jährlichen Versagensrate von 5,4 Prozent (Erfolg) respektive 3,2 Prozent (Überleben).

     

    Als einziger signifikanter Risikofaktor für ein vorzeitiges Versagen der Restaurationen wurde die Rezementierung alter (Teleskop-)Kronen auf neu eingebrachten Stiften identifiziert: Ohne Berücksichtigung der wiedereingegliederten Restaurationen sank die jährliche Versagensrate in Bezug auf den Erfolg auf 3,3 Prozent bzw. bezüglich des Überlebens auf 2,2 Prozent. Darüber hinaus zeigten Versorgungen mit zwei Approximalkontakten eine um das 3,3-fache reduzierte Versagensrate als solche ohne einen Approximalkontakt. Hauptgründe für das Versagen waren vertikale Wurzelfrakturen, Dezementierungen und Stiftfrakturen, weitere Ursachen endodontische Komplikationen, parodontologische Komplikationen und Extraktionen ohne Angabe eines Grundes. Mit diesen Ergebnissen werteten die Studienautoren den Misserfolg postendodontischer behandelter Zähne mit Stiftversorgung als ähnlich im Vergleich zu einem universitären Setting.