· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Kronenfraktur – Reattachment- oder direkte Kompositrestauration?
Unkomplizierte Kronenfrakturen an natürlichen Zähnen können entweder durch adhäsive Wiederbefestigung des Fragmentes (Reattachment) oder durch eine direkte Kompositrestauration wieder aufgebaut werden. Was ist besser?
Vorteile eines Reattachments
Reattachment gilt als minimal-invasives Verfahren, das Form- und Farbtreue (wenn das Fragment nicht ausgetrocknet ist oder eine Verfärbung des kompositverstärkten Frakturspaltes auftritt) bietet. Darüber hinaus ist die Versorgung einfach (kein Korrekturbedarf von Kontakten), zeit- und kosteneffizient und bei Misserfolg durch erneuten Fragmentverlust ist eine direkte Kompositrestauration immer noch möglich. Die Patientenzufriedenheit ist groß, weil es sich um eine Versorgung mit eigener Zahnhartsubstanz handelt [1].
Überlebensraten Wiederbefestigung vs. direkte Restauration
In einer vergleichenden Studie [2] zur Therapie frakturierter Frontzähne bei Kindern im durchschnittlichen Alter von 8,8 ± 1,5 Jahren und einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 31,1 ± 5,8 Monaten schnitten die direkten Kompositrestaurationen mit einer Überlebensrate von 87,4 Prozent nach einem bzw. 81 Prozent nach zwei Jahren nicht signifikant besser ab als die Reattachments mit 76,2 Prozent bzw. 71,4 Prozent. Es wurde beobachtet, dass sich das Alter und Frakturmuster auf die Überlebensraten der mit direkter Kompositrestauration versorgten Zähne signifikant auswirkten. Am häufigsten kam es zu Misserfolgen innerhalb der ersten 12 Monate nach der Erstbehandlung.
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