· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Knifflig für die KI: Kinder-OPGs
Die Auswertung von Röntgenbildern ist ein wichtiges Anwendungsgebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) in der Zahnheilkunde. Die Befundung von Einzelbildern, Bissflügel- und Panoramaschichtaufnahmen im Rahmen der Kariesdiagnostik funktioniert bereits gut, insbesondere bei frühen Kariesstadien. Bei Überlagerungen hat die KI jedoch noch Schwierigkeiten. Die automatisierte Zahnerkennung und -zählung zur Erstellung eines Zahnstatus anhand von Orthopantomogrammen von Kindern liefert deshalb derzeit noch keine optimalen Ergebnisse.
Forschende aus Saudi-Arabien haben 598 archivierte Panoramaröntgenaufnahmen von Kindern im Alter von vier bis 14 Jahren untersucht [1]. Drei erfahrene Zahnärzte beurteilten unabhängig voneinander jedes Bild, um die Referenzwerte für die Identifizierung von Milchzähnen festzulegen. Anschließend wurden dieselben Röntgenaufnahmen mit einer KI-basierten Diagnosesoftware (EM2AI) zur automatischen Erkennung und Nummerierung von Milchzähnen ausgewertet.
Fehlendes Kontextverständnis trotz guter Gesamtgenauigkeit
Die Gesamtgenauigkeit der getesteten KI-Anwendung zur Erkennung aller Milchzähne im Vergleich zu den Referenzdaten betrug 98 Prozent. Fehlende Milchzähne erkannte die KI besonders gut (Spezifität 99 Prozent). Vorhandene Milchzähne identifizierte sie mit einer Sensitivität von 97 Prozent.
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