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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Gute Langzeitergebnisse nach Endo-Sinus-Verbindung möglich

    Eine unbeabsichtigte Verbindung während der Endo-Therapie in den Sinus maxillaris ist zwar selten, aber wenn sie auftritt, ein Ereignis, das frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden muss. Dann lassen sich nachhaltige therapeutische Erfolge ohne chirurgischen Eingriff erzielen.

    Nähe der Wurzelspitzen zur Kieferhöhle

    Da insbesondere die (palatinalen) Wurzelspitzen der posterioren Oberkiefermolaren anatomisch nah am Sinus maxillaris liegen oder sogar in sie hineinragen, muss bei einer endodontischen Behandlung in dieser Region eine Überinstrumentierung unbedingt vermieden werden. Auch wenn vor der Behandlung Röntgenaufnahmen angefertigt und die Arbeitslänge elektronisch bestimmt wurden, können z. B. plötzliche Impedanzänderungen in der Nähe einer luftgefüllten Kavität die exakte Arbeitslängenbestimmung verfälschen, was die Gefahr einer iaotrogenen Überinstrumentierung ansteigen lässt. Eine 10-jährige retrospektive Beobachtungsstudie beschäftigte sich mit diesen endodontisch-sinusalen Verbindungen (ESV) und ihrem erfolgreichen Management [1].

    Das Endo-Protokoll

    In der Studie wurden bei 10.345 endodontisch behandelten Oberkieferprä- und -molaren durch positiven Nasenblasversuch (mit leicht offenem Mund vorsichtig gegen die geschlossenen Nasenlöcher ausatmen) 31 ESV festgestellt, verteilt auf 14 OK-7er, 15 OK-6er und 2 OK-5er. Damit betrug die Inzidenzrate 0,3 Prozent. Darüber hinaus erfolgte neben dem Blasversuch unter Vergrößerung eine Überprüfung der Pulpenkammer und des Wurzelkanalsystems auf Hinweise einer ESV wie z. B. starke Blutungen, ein abrupter Verlust der Spüllösung aus der Pulpenkammer oder eine atemsynchrone Blutpulsation im Kanal.