· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Eignet sich die Oberflächen-EMG zur instrumentellen FAL?
Wenn nach der klinischen Funktionsdiagnostik weitere Daten gewonnen werden sollen, kann dies z. B. mit der Oberflächen-Elektromyographie (EMG) erfolgen. Experten und Untersuchungen zufolge können damit wichtige Daten zum Funktionszustand von Kaumuskeln gewonnen werden, aus denen sich Informationen für die Funktionstherapie ableiten lassen.
EMG misst Funktionszustand von Kaumuskeln
Neben besonderen Fragestellungen dienen instrumentelle Verfahren in der Funktionsanalyse (FAL) dazu, Pathologien zu dokumentieren und Therapieerfolge/-misserfolge zu objektivieren. Zunächst ist die klinische FAL der erste und wichtigste Schritt vor der instrumentellen FAL. Bei einer Störung können eine instrumentelle Diagnostik und Verlaufskontrolle angezeigt sein, sie ist aber nicht verpflichtend [1].
Zur instrumentellen zahnärztlichen FAL stehen verschiedene Instrumente und Geräte zur Verfügung. Eines davon ist die Oberflächen-EMG der Kaumuskulatur mithilfe bipolarer Hautelektroden im Bereich des M. masseter und des M. temporalis anterior. Mit diesem Verfahren wird die Muskelaktivität der Kiefermuskulatur bei bestimmten Unterkieferhaltungen/-lagen, -bewegungen oder komplexen Aufgaben wie dem Kauen und die Symmetrie des Kontraktionsverhaltens beider Kieferseiten gemessen. Das Verfahren wird als schnell, atraumatisch, zuverlässig und weitestgehend reproduzierbar eingestuft [2].
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