· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Diskrepanz von CO und MIP wirkt auf Kiefergelenke
Die Beziehung zwischen zentrischer Okklusion (CO) und maximaler Interkuspidation (MIP) sowie deren Anwendung als Behandlungspositionen für eine komplette intraorale Sanierung war Gegenstand einer Untersuchung und folgender Konsensuserklärung.
Okklusionsunterschiede
Die Okklusion lässt sich gemäß der Richtlinie der DGZMK in verschiedene Bestandteile segmentieren [1]: Die CO als eine Form der statischen Okklusion ist definiert als maximale Interkuspidation bei zentrischer Kondylenposition. Die maximale Interkuspidation (IKP oder MIP) ist gegeben, wenn maximaler Vielpunktkontakt zwischen Unterkiefer- und Oberkieferzähnen besteht. Diese Form der statischen Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt ist nicht an eine Kondylenposition gebunden. Im Idealfall fällt die maximale Okklusion jedoch mit der zentrischen Kondylenposition zusammen. Wie häufig das der Fall ist, wurde in einer Arbeit ebenso untersucht wie die Frage, ob bei einer prothetischen Versorgung voll- oder teilbezahnter Patienten CO oder MIP gleichwertig sein sollten [2].
Beschwerden bei größerer Differenz CO-MIP
Nach Analyse von 313 in die Arbeit [2] einbezogenen Artikeln stellten die Wissenschaftler fest, dass bei den meisten voll- oder teilbezahnten Patienten zentrische Okklusion und MIP nicht übereinstimmten. Allerdings deute alles darauf hin, dass genau diese Übereinstimmung als Okklusionsschema bei Komplettversorgungen angestrebt werde, wenngleich es in der Literatur bei gesunden Patienten keine eindeutigen Belege für negative Auswirkungen auf die prothetische Versorgung bei CO oder MIP gebe.
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