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  • · Fachbeitrag · CME-Beitrag

    Digitale oder analoge Okklusionsanalyse?

    Welche diagnostischen Möglichkeiten digitale Verfahren in der statischen Okklusionsanalyse schon bieten und ob sie das Artikulationspapier bereits ersetzen können, war Gegenstand verschiedener Untersuchungen.

    Konventionelle Methoden und digitale Techniken

    Die konventionelle Überprüfung von Okklusionskontakten erfolgt mit Artikulationspapier bzw. -seide. Diese hat vergleichbare Eigenschaften zum Artikulationspapier, Trägermaterial und Reißfestigkeit unterscheiden sich – die Seide ist reißfester. Speichelkontakt stellt beim Papier ebenso ein Problem dar wie die Anfärbung glatt polierter Flächen z. B. bei Keramik. Über die Okklusionskraft lässt sich anhand der Farbintensität der markierten Punkte keine zuverlässige Aussage treffen. Auch mit dem herkömmlichen Wachsokklusogramm gelingt das anhand der Impressionstiefe nicht richtig, eine vergleichbare Visualisierung der Kontaktpunkte wie mit Artikulationspapier bzw. -seide schon. Digital werden Okklusionskontakte mit Intraoralscannern (IOS) oder verschiedenen sensorbasierten Systemen erfasst. Digitale Systeme wie der T-Scan können „die Okklusionskraftverteilung dynamisch messen und aufzeichnen“ [1].

    Digital unzureichend bei Okklusionskorrektur

    Eine Übersichtsarbeit verglich digitale Methoden der Okklusionsanalyse mit der konventionellen hinsichtlich Validität (=Gültigkeit einer Messung) und Reliabilität (=Zuverlässigkeit eines Messverfahrens) [2]. In den in die Bewertung eingeschlossenen 11 In-vitro- und 28 In-vivo-Studien kamen IOS sowie die sensorbasierten Systeme T-Scan, Dental Prescale, Accura und das OccluSense®-System zur Anwendung. Es zeigte sich, dass die digitalen Methoden sehr zuverlässig die Okklusionskontakte erfassten. Allerdings wurde beobachtet, dass die Validität hinsichtlich der Einschätzung der Kontaktintensität und -fläche begrenzt war. Den Autoren zufolge können die digitalen Methoden zwar angeben, wo die Okklusionskontakte liegen, sind aber aufgrund ihrer Validität nicht für solche Okklusionsdiagnosen geeignet, die für Okklusionskorrekturen erforderlich sind. Aus diesem Grund sollten sie die konventionelle Analyse aus Autorensicht nicht ersetzen, sondern nur ergänzen.