· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Bei Neurodivergenz: Behandlungszimmer sensorisch anpassen
Insbesondere Kinder mit einer Autismus-Spektrum-Störung, aber auch andere Patienten aus dem neurodivergenten Formenkreis scheinen erheblich von einer sensorisch angepassten Behandlungsumgebung zu profitieren. Dabei sind wirksame Maßnahmen relativ einfach und kostengünstig umzusetzen.
Sensorische Überempfindlichkeit
Kinder und Jugendliche mit einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS) leiden häufig an sensorischer Überempfindlichkeit. Das schränkt möglicherweise den Erfolg oder überhaupt den Willen ein, eine zahnärztliche Behandlung wahrzunehmen bzw. bei einem Termin mit dem Behandlerteam zu kooperieren. Da gerade bei dieser Patientengruppe das Risiko einer schlechten Mundgesundheit auch aufgrund mangelnder Zahnhygiene hoch ist, kommt der Zahnreinigung große Bedeutung zu.
Forscher untersuchten deshalb, ob eine sensorisch angepasste zahnärztliche Umgebung (SADE) im Vergleich zu einer herkömmlichen Umgebung im Behandlungszimmer die Belastung von 6- bis 12-Jährigen mit meist moderatem Schweregrad einer ASS bei der Zahnreinigung reduzieren kann [1].
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