· Fachbeitrag · CME-Beitrag
Behandlung endodontisch-periodontaler Läsionen
Endodontisch-periodontale Läsionen (EPL) stellen eine Herausforderung im Praxisalltag dar und das nicht nur aufgrund der erschwerten Diagnose aufgrund gemeinsamer Symptome der Läsionen, sondern auch wegen der Frage nach der richtigen Behandlungsabfolge in der EPL-Therapie.
Kennzeichen der EPL
Endodontisch-periodontale Läsionen (EPL) sind als pathologische Verbindung zwischen Pulpa- und Parodontalgewebe definiert [1]. Unterschieden wird dabei zwischen akuter und chronischer Form. Gemäß der Klassifikation von Papanou et al. [1] wird sich nicht mehr hauptsächlich am primären Ursprung der Läsion orientiert, sondern die EPL eingeteilt nach dem Vorliegen einer Zahnwurzelbeschädigung bei Patienten mit und ohne Parodontitis gegenüber Läsionen ohne Wurzelschädigung. Bei einer EPL kommt es am betroffenen Zahn bei der Vitalitätsprüfung zu einem negativen (bzw. veränderten) Befund und zu tiefen parodontalen Taschen, was bis zur Wurzelspitze reichen kann und sich radiologisch als Knochenabbau darstellt [2].
Da parodontale Abszesse und EPLs eine Herausforderung im Praxisalltag darstellen, weil ein schnelles Eingreifen erforderlich ist und sich in Abhängigkeit der Diagnose und dem Umfang der Auswirkungen endodontischer und parodontaler Art das Behandlungsprozedere aufsetzt, untersuchte die systematische Übersichtsarbeit von Dommisch et al. [2] die Wirksamkeit der Behandlungsansätze. Im Folgenden wird dabei auf das Management der EPL fokussiert.
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