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    Füllmaterial „Russisch Rot“: Wie bekommt man es wieder aus dem Wurzelkanal?

    | Das sogenannte „Russisch Rot“ ist ein in den osteuropäischen und asiatischen Ländern noch weitverbreitetes Wurzelkanalfüllmaterial auf Resorcinol-Formaldehyd-Basis. Die Revision des Füllmaterials gestaltet sich häufig schwierig und unvorhersehbar. |

    Was macht „Russian Red“ so problematisch?

    Die Revision der „Russian Red“ genannten Wurzelkanalfüllpaste ist zwar nicht unmöglich, aber in der Regel sowohl zeit- als auch kostenintensiv und oftmals mit Komplikationen behaftet, schreiben die Endo-Spezialisten Dr. Heike Steffen (Uni Greifswald) und Dr. Oliver Pontius (Privatpraxis in Bad Homburg). Häufig bleibt nur das „Ausbohren“ bzw. die Anwendung dünner Ultraschallspitzen zur Entfernung der meist steinharten Füllung unter guter Sicht. [1]

     

    Russisch Rot („Russian Red“, auch als „Albrechtsche Wurzelfüllung“ bekannt) ist die Schlagwortbezeichnung für eine obsolete, stark formaldehydhaltige Wurzelfüllpaste. In Deutschland ist das Präparat wegen möglicher Nebenwirkungen nicht mehr zugelassen. Im Handel ist es aber in Osteuropa und Asien als Forfénan™ (Septodont) noch erhältlich. Das Kit besteht aus Puder, Behandlungslösung und Flüssighärter. Bestandteile sind im Puder (je 100 g): Enoxolon 1,00 g und Bariumsulfat 49,00 g als Röntgenkontrastmittel. In der Behandlungslösung: 35%-ige Formaldehydlösung 80,00 g. Im Flüssighärter: Resorcinol (1,3-Dihydroxybenzol) 25,00 g, Salzsäure 13,00 g.